Große Aufregung im rheinland-pfälzischen Bingen: Im Stadtteil Sponsheim der kleinen Stadt am Mittelrhein brandte in der Nacht auf den 7. April ein Wohngebäude, in dem unter anderem auch Asylbewerber untergebracht waren.

Bei dem Wohnhausbrand wurden sechs Personen mit einer Rauchvergiftung verletzt, darunter vier Anwohner und zwei Feuerwehrmänner. Am nächsten Morgen dann der Schock: Am Gebäude prangten rießengroße, mit Farbe aufgebrachte Hakenkreuze.

Die Polizei roch den Braten schon am ersten Tag

Was dann folgte, war der übliche Betroffenheitszirkus, obgleich die Polizei schon am ersten Tag darauf hinwies, dass die plakative Vorgehensweise auch auf eine falsche Fährte deuten könnte. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz besuchten das Haus sofort persönlich und drückten ihr Entsetzen aus.

"Mahnwache gegen rechts" läuft ins Leere

„Für Fremdenfeindlichkeit und #Rassismus war und ist in Bingen kein Platz. Wir werden uns dem gemeinsam entgegenstellen,“ tönte Oberbürgermeister Thomas Feser und rief für den 10. April um 14 Uhr zu einer "Mahnwache gegen rechts" auf. Diese wird vom obskuren Bündnis "NieWieder33" organisiert und dürfte zu einem Rohrkrepierer werden: Denn in der gestrigen Nacht nahm die Polizei nach Anwohnerhinweisen nicht etwa einen urdeutschen Glatzkopf mit Springerstiefeln fest, sondern einen 26 Jahre alten syrischen Asylbewerber, der in dem Haus lebte.

Motiv: Zu kleine Wohnung

Dieser gab noch im nächtlichen Verhör zu: Er hat das Feuer im Keller gelegt und auch die Hakenkreuze angebracht. Das Motiv: Dem "Schutzsuchenden" passten die Wohnverhältnisse nicht. Die Wohnungen seien zu eng und er sehe keine Perspektive für sich. Die Konsequenz seines Egoismus: Die Feuerwehr konnte nur auf Grund ihres mutigen und gewagten Einsatzes Bewohner davon abhalten, den möglicherweise tödlichen Sprung aus den Fenstern zu wagen. Sogar Fensterscheiben sollen auf Grund der massiven Hitzeentwicklung geborsten sein.

Der Syrer wurde nun der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Mainz vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft. Die Kosten eines Hafttages in Höhe von etwa 80 Euro pro Häftling darf der deutsche Steuerzahler tragen.

Weitere Artikel:

Brüssel-Terror: So verblendet argumentieren Grüne Politiker im Netz

Nürtingen: Antifa-Mordanschlag auf Sicherheitsmitarbeiter bei AfD-Veranstaltung? #PEGIDA #Flüchtlinge