Schock in Gera: Eine Gruppe von Männern ist durch die Stadt marschiert und hat offenbar wahllos Passanten mit Messern angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Ein Opfer musste im Krankenhaus notoperiert werden.

Alles begann damit, dass die Polizei um 20:20 auf einen Mann am Straßenrand aufmerksam wurde, der eine Schnittwunde hatte. Der Mann gab an, von einer Gruppe von Männern unvermittelt angegriffen worden zu sein. Kurze Zeit später wählte ein anderer Bürger die 110, beklagte ebenfalls Stichverletzungen und erzählte, dass auch er angegriffen worden sei.

Kurz danach meldeten Augenzeugen einen verletzten Mann, der offenbar ebenfalls von der Gruppe angegriffen worden ist und zunächst aber nicht behandelt werden wollte. Er musste später notoperiert werden, melden MOPO24 und die Ostthüringer Zeitung.

Zeuge beschreibt Täter als "ausländisch"

Letztere zitiert einen Augenzeugen, der die Tätergruppe als vermutlich mit ausländischer Herkunft beschrieb. Sie hätte Menschen durch die Straßen gejagt und nicht nur mit Messern, sondern auch mit Stöcken attackiert. Die Polizei blieb derweil wie so oft wolkig und sprach von Opfern und Tätern "unterschiedlicher Nationalitäten". Ein Motiv sei noch nicht bekannt.

Vermutlich keine psychisch-kranken Täter

In Frage kommen auf Grund der bislang anzunehmenden völligen Zufälligkeit der Opferauswahl nur drei Möglichkeiten: Zum einen könnte es sich um psychisch verwirrte Täter halten. Messerangriffe psychisch kranker Täter auf Passanten gibt es bundesweit immer wieder. Völlig untypisch dafür wäre aber der Umstand, dass hier die Straftaten aus einer Gruppe verübt wurden.

Motiv Inländerfeindlichkeit?

Sollte es sich bei den Tätern tatsächlich um Fremde, womöglich Asylanten, handeln, könnte auch Inländerfeindlichkeit und Frustration ein mögliches Motiv darstellen. Straftaten, die sich auf Grund der Nationalität gegen Deutsche richten, sind vor allem aus Problemvierteln wie Neukölln und Kreuzberg bekannt und wurden in Dokumentationen wie "Kampf im Klassenzimmer" von der ARD thematisiert.

Möglicherweise könnte es sich auch um einen Terroranschlag handeln. In Israel sind Messerangriffe von Palästinensern auf Juden mittlerweile Alltag geworden. Derartige Angriffe verunsichern die Bevölkerung massiv, sind mit einfachsten Mitteln auszuführen und benötigen keinerlei Planung. Bislang haben Terrororganisationen außerhalb von Israel diese Art von Anschlägen jedoch noch nicht ausgeführt.

Angesichts dieser möglichen Motive ist es umso wichtiger, Klarheit in die Sache zu bringen.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Gera unter Tel. 0365/829-0 zu melden. #PEGIDA #Flüchtlinge #Kriminalität