Ein halbes Jahr sind die sexuellen Übergriffe vornehmlich von Asylbewerbern in Köln nunmehr her. Anfang Juli sprach das Amtsgericht Köln die ersten beiden Urteile gegen zwei Personen mit Migrationshintergrund, die Beihilfe zu den sexuellen Nötigungen leisteten, indem sie die Opfer von Begleitern trennten und unter anderem einem Mädchen quer über das Gesicht leckten. Die beiden wurden zu nur einem Jahr Gefängnis verurteilt - ausgesetzt zur Bewährung.

Nach den Silvester-Übergriffen kamen in Deutschland auch Diskussionen darüber auf, wie sich künftig Angehörige und vor allem deutsche Männer in solchen Situationen verhalten sollten. Die Zahl der kleinen Waffenscheine stieg bereits in der ersten Jahreshälfte um 400.000 und immer öfter wird davon berichtet, dass Bürgerwehren oder Privatpersonen im wahrsten Sinne des Wortes "zurückschlagen".

In diesem Artikel lest ihr aus rechtlicher Sicht, wie ihr euch gegen Übergriffe auf weibliche Begleitpersonen wehren dürft!

So erging es auch einem Somali am vergangenen Donnerstag im Hamburger Stadtteil St. Georg. Der 20 Jahre alte Mann hatte eine Frau begrabscht, aber nicht mit deren Ehemann und ihren Söhnen gerechnet. Als diese von dem Übergriff Wind bekamen, rannten sie dem Täter hinterher. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd, die von Polizeibeamten beobachtet wurde, schlugen der 43 Jahre alte Ehemann und seine Söhne im Alter von 14 und 17 Jahren den übergriffigen Migranten zu Boden.

Nun sollen sich die drei mutigen Angehörigen des Opfers einem Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung stellen!

Ein Delikt, auf das das Strafgesetzbuch immerhin eine - hier allerdings sehr unwahrscheinliche - Höchstfreiheitsstrafe von 10 Jahren vorsieht. Was die drei Männer - zumindest aus rechtlicher Sicht - falsch gemacht haben: Das Begrabschen durch den Somali war im vorliegenden Fall anscheinend schon abgeschlossen und dieser geflohen. In so einer Situation greift das Notwehrrecht aus § 32 StGB nicht, da kein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff mehr vorliegt, sondern dieser bereits abgeschlossen ist.

Was die drei gedurft hätten!

Die drei Angehörigen hätten den Somali daher nur nach § 127 StPO vorläufig festnehmen dürfen, bis die Polizei eintrifft. Im Rahmen dessen ist ein Festhalten und ein am Boden fixieren - durchaus auch etwas grober - rechtlich erlaubt. Schläge und Tritte, wie im vorliegenden Fall, zählen jedoch als nicht gerechtfertigte Körperverletzungen.

Wären die drei Männer bei dem Begrabschen ihrer Ehefrau und Mutter direkt dabei gewesen, so hätten sie den Angriff zunächst nach §32 StGB im Rahmen der Notwehrhilfe durch Wegzerren, wegschieben, wegschubsen und unter Umständen auch eine Ohrfeige oder einzelne Schläge und Tritte abwehren dürfen. Eine Verhältnismäßigkeitsprüfung müssen sie dabei nicht vornehmen, denn das Recht soll nicht vor dem Unrecht weichen! Dennoch muss ihr verhalten aber geboten sein; das heißt, es darf kein grobes Missverhältnis nach dem Motto "Mit Kanonen auf Spatzen schießen" vorliegen. Gewalt ist nur in dem Umfang erlaubt, der nötig ist, den gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff abzuwehren. Wer im Getümel auf Grund von Nervösität, Furcht oder Schrecken ein paar Mal zu oft zuschlägt oder -tritt braucht hingegen nichts zu befürchten: Ihn schützt der lebensnahe § 33 StGB, der auch in diesem oft vorkommenden Fall keine Bestrafung vorsieht. Aber Vorsicht: Werden die Notwehrgrenzen aus Wut überschritten, hilft auch dieser Paragraph nicht weiter!

Eine clevere Methode sich zu schützen für Frauen, die allein unterwegs sind, kommt derweil aus China!

#PEGIDA #Flüchtlinge #Kriminalität