Eine Anfrage bezüglich Operationsradius und Kosten wurde bereits offiziell an Moskau gestellt. Und man rechnet mit der Übergabe eines russischen U-Schiffes an die marokkanische Marine nicht vor 2021. Dies wäre das erste U-Schiff der marokkanischen Geschichte aus russischer Produktion und mit einem AIP-Antriebssystem ausgestattet, das es gleichwertig dem spanischen U-Schiffen vom Typ S-80 macht. Mit beinhaltet im Paket, wären auch Torpedos und Flugkörper russischer Bauart.

Im Gespräch ist dieses Geschäft bereits seit 2013, als hohe russische Militärs Marokko besuchten, um über die Errichtung eines Marinestützpunktes zu verhandeln. Auch wenn die spanischen Besitzungen in Afrika und die Seeblockade der spanischen Marine bezüglich übersetzenden Wirtschaftsflüchtlingen den Marokkanern ein Dorn im Auge ist, nennt sich ihr Hauptrivale Algerien. Der islamische Nachbarstaat, durch das Obama-Regime aufgerüstet, verfügt ebenfalls über russische U-Schiffe, eines älteren Typs der Kilo Paltus Klasse. Diese wurden 2010 gekauft und es werden 2018 zwei weitere geliefert, die im Moment noch in der Fabrikation sind.

Mit einem U-Schiff der Lada-Klasse, hergestellt in St. Petersburg, gerät Marokko in Besitz eines der modernsten Kriegsschiffe der Welt. Im Moment wird das Schiff unter dem Namen Amur 1650 produziert und verfügt über einen Diesel und elektrischen Antrieb.

Dies ist lediglich ein Teil eines Rüstungspaketes, von dem König Mohammed VI 2015 auf seinem Moskaubesuch mit #Wladimir Putin sprach. Im Gespräch war auch der Kauf von Shukoi 34 Kampfjägern.

Der revolutionäre AIP-Antrieb, unabhängig von Luftzufuhr, ermöglicht es dem U-Schiff, Tauchfahrten ohne Schnorchel zu vollziehen. Und es kann länger als 30 Tage unter Wasser bleiben, was zuvor nur Atom U-Schiffen möglich war. Das entspricht den Kapazitäten des spanischen S-80.

Nach Angaben des spanischen Geheimdienstes wird mit der Übergabe des russischen U-Schiffes frühestens 2021 gerechnet und man weiß von Problemen der noch nicht ausgereiften russischen Technik. Tatsächlich operiert die Lada-Klasse der 2021er Serie mit Bioethanol als Treibstoff, weshalb angenommen wird, die Marokkaner werden sich etwa bis 2024/25 gedulden müssen, ehe sie eine Version erhalten, die mit herkömmlichen Diesel fährt.

Die spanische Marine rechnet allerdings auch damit, dass es den Marokkanern um eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses in der Kontrolle der Straße von Gibraltar geht. Das wiederum dürfte wohl im geopolitischen Interesse des Kreml liegen, weshalb den Marokkanern mit diesem Projekt auch eine privilegierte Stellung zukommt.

Das russische U-Schiff wird auch mit Missiles bewaffnet werden, die Ziele bis einer Entfernung von 2000 Kilometern bekämpfen können.

Dieses Programm, zusammen mit dem Kauf der Fregatte Fremm und drei Korvetten aus Frankreich sowie die der neuen Marinebasis Ksar Sghir, nahe der spanischen Exklave Tetuán, werden als direkte Bedrohung Spaniens angesehen. #Krieg #Russland