Etliche Gerüchte und skurrile Thesen kursieren bereits seit der Tat im Internet und allen öffentlich zugängigen Social-Media-Plattformen. Doch was genau die Hintergründe dieses Amoklaufs waren, weiß bis heute nur der Betroffene selbst. Der Begriff des Mobbings wurde erwähnt und doch ist ungeklärt, ob dieser Zusammenhang dem tatsächlichen Motiv entspricht. Ali David S., der Amokschütze von #München, soll nach Angaben des Bayrischen Rundfunk (#BR) seine Tat ausgiebig geübt und geplant haben - und zwar im Keller des Familienhauses. Dort fand man mehrere Einschusslöcher in der Wand. 

100 Schuss im Keller

So teilte ein Sprecher des bayerischen LKA dem BR mit, dass die zuständigen Ermittler kurz nach der Tat im Haus des Amokläufers sogar noch Projektile sicher stellen konnten. Es deutet also alles darauf hin, dass der Schütze sich seiner Handlung vollkommen im klaren war und über lange Zeit hin sein Vorhaben plante. Des Weiteren wurde bekanntgeben, dass David S. die Waffe im "Darknet" käuflich erworben hatte und die Projektile tatsächlich auch aus der dieser stammten. Nachdem auch Nachbarn und andere Bewohner des Mehrfamilienhauses befragt wurden, habe offensichtlich niemand eine derartige Geräuschkulisse wahrgenommen. David S. verbrauchte rund 100 Schuss bei seinen ausgeübten Trainingseinheiten. 

Opfer sollen nach einem Muster gewählt worden sein

Darüber hinaus wurde ein gewisses Muster bei der Auswahl der Opfer getroffen, so das LKA. Der Täter soll gezielt auf Personen geschossen haben, die vom Aussehen her den Menschen ähnelten, von denen er sich gemobbt gefühlt hatte. Sein Vater - wie kürzlich bekannt gegeben wurde - habe bereits vor einigen Jahren einen Brief an den Lehrer seines Sohnes versandt in dem aufgeführt wurde, in welcher Situation sich der Junge befand und man dagegen vorgehen müsse. David S. kaufte sich später erneut weitere 350 Schuss, die für den eigentlichen Amoklauf eingesetzt wurden.

Am Abend des 22. Juli 2016 kamen bei dem Anschlag in München neun Menschen ums Leben. An mehreren Stellen in der Stadt brach Panik aus und es wurden dazu 32 Menschen teils schwer verletzt. Der Täter erschoss sich daraufhin selbst.  #Kriminalität