Nicolas #sarkozy war bereits vor Francois Hollande Präsident. Doch er will nach den Wahlen im kommenden April 2017 nochmals ran. Ein kleines Problem bei dieser Eroberungstour ist ein früherer Berater: Patrick Buisson hat den damaligen Präsident zehn Jahre lang auf Schritt und Tritt begleitet. Wenn er ihn nicht kennt, wer dann?

Dann gab es Streit und jetzt münzte Buisson das in ein Buch um. Nun kann jeder lesen, was damals abging. Zum Beispiel die Geschichte mit den Brüsten von Ex-Supermodel und Ehefrau Carla Bruni. Monsieur saß gerade in einer Sitzung mit den französischen Ministern, als Carla in den Raum "schwebte" (ein Anwesender). Sarkozy hatte sich gerade über die Oberweite seiner Ex-Frauen ausgelassen. "Schaut Euch die an", sagte er zu den Ministern. "Sind das nicht zwei tolle Dinger?" Keiner wagte zu widersprechen, da allgemein bekannt war, wie groß Brunis Einfluss auf die Politik war.  

Carla Bruni nennt Buisson Sarkozys "trophy woman", eine Trophäenfrau, mit der Sarkozy sein eigenes Selbstwertgefühl aufzubessern versuche. Einige Abende später - ohne Bruni - sprach Sarkozy vor Beratern über sein sexuelles Selbstverständnis: Er verglich sich mit Rocco Siffredi. Das ist - mal ganz so am Rande - der größte lebende Porno-Star; mehrere Köpfe größer als Sarkozy. Mit einem Gemächt von offiziell 22 Zentimetern (in seiner Autobiografie: 25 Zentimeter). Nun gut, jedem steht frei, sich mit jedem zu vergleichen. Aber manchmal geht es auch allein um eine Eigenschaft, die Präsidenten nicht gut ansteht: Größenwahn.

Das mag der Multimillionärin Carla Bruni nicht gefallen. Sie ist extrem unabhängig von Sarkozy. Zuletzt lief sie bei der Fashionweek in Paris in einem Defilee mit Lilly-Rose Depp. Ihre Familie hat mehr Geld, als Sarkozy mehr verdienen kann.  Auch ansonsten kommt "Sarko" nicht gut weg: Bisson fasst es kurz zusammen: "unreif, infantil und frei von jeder Würde". In Wahrheit sei der Staatschef nichts als ein unsicherer Verführer gewesen, ein Schauspieler, der den "Tough guy" nur spielt. #Donald Trump #Sexismus