Der #US-Wahlkampf erreicht seine heiße Phase. Zwischen #hillary Clinton und #Donald Trump flogen schon öfter die Fetzen. Nun lässt sich auch Milliardär Warren Buffett auf ein Duell mit „Großmaul“ Trump ein. Allerdings auf höherem Niveau. Er nahm per Brief Stellung zu einer Anschuldigung, die Trump während eines TV-Auftritts äußerte.

Republikaner Trump kann Buffett nicht das Wasser reichen

Während einer Fernsehsendung griff Donald Trump einen seiner Erzfeinde Warren Buffett, Unterstützer von Hillary Clinton, heftig an. Er behauptete, dieser habe eine „massive Steuerabschreibung" genutzt. Doch sein Vorwurf war schnell widerlegt. Gerade erst haben mehrere US-Medien aus einem Brief zitiert, in dem Warren Buffett auf besagte TV-Duell-Attacke Trumps reagiert hat. Anders als dieser kann Buffett, immerhin einer der reichsten Menschen der Erde, detailliert Auskünfte über seine Einnahmen und Steuerzahlungen geben.

Trump hält sich für sehr pfiffig

Nachdem die „New York Times" aus Steuerunterlagen Trumps von 1995 zitiert hatte, war der Immobilientycoon unter Druck geraten. Frei nach dem Motto "Flucht nach vorne ist die beste Verteidigung" versuchte er, sich als besonders pfiffig darzustellen. Er habe nur die Steuergesetze für sich genutzt. Dieses krasse Beispiel von „sich arm rechnen" ermöglichte Donald Trump, Steuerzahlungen für mehrere Jahre zu umgehen. Alles legal, hat Trump immer behauptet. Auch wenn das amerikanische Gesetz diese Hintertür offen lässt, ist die Vorgehensweise mehr als unlauter und hat gewiss keine Vorbildfunktion für Millionen rechtschaffene Amerikaner.

Warren Buffett: Seit 1944 ohne Pause Steuern bezahlt

Buffett dagegen kann genau dokumentieren, welche Einnahmen er vor dem Finanzamt geltend gemacht hat. Seit er 13 Jahre alt ist, habe er ohne Unterbrechung Einkommenssteuer gezahlt, erklärte Milliardär Buffett. Alle seine 72 Steuererklärungen seit 1944 habe er sorgfältig kopiert und aufbewahrt. Keine davon enthielte einen Verlustvortrag. Trump dagegen hat vor dem Finanzamt Verluste in Höhe von 916 Millionen US-Dollar geltend gemacht, was für große Furore gesorgt hat. Seine Beliebtheit ist seither weiter gesunken.

Obwohl Donald Trump immer wieder aufgefordert wurde, seine Steuerunterlagen öffentlich zu machen, konnte er sich bisher standhaft weigern. Diese Vorgehensweise ist unter US-Präsidentschaftskandidaten üblich. Hillary Clinton hat diesem ungeschriebenen Gesetz bereits Folge geleistet. Wann erklärt sich Trump endlich?

Bild: Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39399660