Kanzlerin Merkel sieht Demokratie in Gefahr

(Teil I)

Sie leben in einer Selbstbestätigungsblase, die zwangsläufig zu Realitätsverlust führt und in der Folge große Schäden für die Allgemeinheit verursacht!  So stand es im Abschlussbericht zu den BER-Vorgängen der brandenburgisch-berlinerischen-gesamtdeutschen Großbauruine.

Ähnliches ging mir aber auch durch den Kopf, als ich das gigantische neue Gebäude des BND in Berlin besichtigte - freilich nur von außen. Hineingelassen hat man die Menschenmenge nicht, die in erstaunlich großer Zahl stundenlange Wartezeiten in Kauf nahm - um dann praktisch nichts wirklich zu sehen. Die enorme Größe dieses Gebäudes alleine hat aber manch einem Besucher regelrecht Ehrfurcht ins Gesicht geschrieben.

Was will man mit so einem riesigen Gebäude eigentlich darstellen, das fast an die größenwahnsinnigen Pläne vergangener Zeiten erinnert? Zeigt es nun durch seine Größe die Sicherheit, die es für uns alle bringt - oder doch die übergroße Gefährdung, der wir heute alle unterworfen sind?

Irritiert ist man schon, besonders als freier Redakteur, der sich mit dem Thema ein wenig langfristig und intensiver auseinandersetzt, als der normale Bürger und auch den einen oder anderen "Hinweisgeber" kennt. Die Whistleblower sind rar geworden - niemand will wie Snowden enden. Die Bundesregierung verbreitet über die Medien auch emsig Nachrichten, dass man gegen Hinweisgeber rigoros vorgehen möchte. "Erdoganisierung" wäre sicher übertrieben, aber so ganz lustig ist die Berichterstattung zu pikanten, brisanten Themen heute auch nicht mehr. Lustig, dass eine TV-Sendung zum Leben der B-Prominenz "Brisant" heißt. 

Genau die Beschreibung der BER-Strategen wir nun häufig hergenommen, um die Gefahren der Social Media Foren darzustellen. Bundeskanzlerin #Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die geheimen Regeln der großen Internetplattformen offenzulegen. Bei den Medientagen München forderte sie, "dass Algorithmen transparent sein müssen, dass (...) man sich als interessierter Bürger dazu informieren kann.

So würden sich Forenmitglieder immer wieder die eigene Meinung bestätigen und durch die Algorithmen dann auch noch ständig zu den Themen Lesevorschläge bekommen. Das sei eine Gefahr für die Demokratie! 

Mit Steuergeldern und durch private Stiftungen gesponsert, sprießen entsprechende Gegen-Foren aus dem digitalen Boden, um die verirrten Schäfchen wieder auf Linie zu bringen - oder gar der Strafverfolgung anheim zu stellen. Da kann man richtig Geld verdienen!

Gefahr durch die Algorithmen der Social Media Plattformen?

Für die Werbetreibenden sind die Algorithmen eher ein Segen, denn sie können zielgenau ihre Kunden bewerben. Aber wer regelmäßig eine bestimmte Tageszeitung liest, der weiß auch ziemlich genau, welche Nachrichten man zu erwarten hat. Zwischen FAZ und TAZ liegen immer noch Welten und die entsprechenden Leser erwarten dort die entsprechende Vorauswahl der Themen.

Wer Parteimitglied ist, der kennt das auch ganz gut: das ständige Bestätigen und positive  Hervorherben der eigenen Position - hier unterscheiden sich doch Parteitage und Social Media Foren kaum - und wenn ein Pfarrer über Jahre die gleiche Litanei predigt - gerät man dann in eine Selbstbestätigungblase?

Eventuell sollte sich die Kanzlerin mit den wahren Gefahren beschäftigen? Es gäbe genug!

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