Transformation Russlands

Euphorie um Putin ließ die Russen nicht die Reformen hinterfragen, mit denen er die Föderation in einen Zentralstaat, gleich der UdSSR umbaute. Namen blieben, doch die Veränderung in der Struktur, lassen das alte Reich erkennen. Die Kommunistische Partei hatte am 15. März 1996 den Antrag eingebracht, die Auflösung der UdSSR für nichtig zu erklären. Die Mehrheit der Duma-Abgeordneten stimmte dafür.

Kritiker trafen nicht auf denkende Individuen, sondern auf den Massemensch eines Führerkultes. Inzwischen kommen die Trunkenen zur Besinnung und die meisten Kritiker sind nicht mehr unter uns.

#Deutschland sieht nicht anders aus, wenn man sich die machiavellistischen Angriffe auf die Verfassung ansieht. Aber auch in anderen Teilen der Welt.

Gelenkte Demokratie

Die Transformation wird von Putin als „gelenkte Demokratie“ bezeichnet. Der Begriff erschien erstmals 1920 bei Walter Lippmann. Das Problem ist, dass der Schöpfer dieses Konzeptes die „gelenkte Demokratie“ mit Manipulation identifizierte. Er verglich Journalisten mit einem Torhüter, der entscheidet, welche Nachricht die Öffentlichkeit erreicht.

Lippmann sagte, die Zeitung sei eine Selektion von Nachrichten. Der Journalist ist an Auswahlkriterien gebunden, die der Besitzer vorgibt. Gleiche Auswahlkriterien bei verschiedenen Zeitungen, etwa weil sie den gleichen Besitzer (Bertelsmann Medien) haben, oder sich absprechen (Bertelsmann Stiftung), führen zu einer „Konsonanz der Berichterstattung“. Beim Konsumenten wird der Effekt vom „schon Mal gehört“ erzeugt.

1925 greift der Spin-Doctor (Meinungsmanipulator) Edward Bernays das auf. Er lässt Sigmund Freund auf sich wirken, der im Menschen eine irrationale, triebhafte Kreatur sah, die gesteuert werden muss. Insbesondere sieht Bernays das im Bezug auf die Psychologie der Massen. Das wurde im 3. Reich zur Erzeugung eines Massemenschen auch umgesetzt. Dieses Tandem der Nazi-Massenmanipulation und Bezüge zu Konzepten, die sich bei linken Anti-Demokraten, die direkt oder indirekt unter der Beeinflussung der Frankfurter Schule standen, ist nicht überraschend, sondern offenbarend. Die Frankfurter Schule hat demzufolge nicht nur die Pseudowelt der 68-er geschaffen.

Wohl deshalb erleben wir gerade dieses Gängelregime von „direkte Demokratie ist gefährlich“. Ja! Gefährlich vor allem für den Machterhalt.

Der Denkfehler ist, dass jene, die sich herausnehmen andere zu manipulieren und steuern, selbst irrationale, triebhafte Kreaturen sind. Nur glauben die das nicht. Und das aus dem Grund, da sie sich über das Pack und Mischpoke erhaben fühlen. Der Bessermensch-Dünkel als ein neuer Herrenmensch. Ihre Arroganz und ihr Narzissmus steckt ein ganzes Volk in einen Meinungsgulag.

Bernay erklärte dies als Erzeugung von Einverständnis:

Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“

Zur Komplettierung des Problems sei darauf hingewiesen, dass nicht nur Bertelsmann dies betrifft, sondern ebenso die „Gegenseite“. Und beide Seiten haben feste Verbindungen zum Kreml. Bei Bertelsmann ist es Gerhard Schröder und bei den Neurechten Jürgen Elsässer.

Durch die Auswahlkriterien wird die öffentliche Meinung polarisiert. Durch die Kontrolle beider Lager wird daraufhin dem Kreml die Macht gegeben, die Gesellschaft zu kontrollieren. Gemäß Lippmann wird dem Konsumenten eine „Pseudoumwelt“ in seinem Hirn verankert. Lippmann und Charles Merz erklärten das am Beispiel der New York Times. Es kann aber beliebig auf Compact-Magazin oder Süddeutsche Zeitung angewendet werden.

Der gefährlichste Spin Doctor war Bodo Hombach, Berater von Gerhard Schröder. Auf diese Gefährlichkeit wies Klaus Kamps hin.

Von Putins #Russland, der „gelenkten Demokratie“, ist wohl nichts anderes zu erwarten, von einem Land, das ausschließlich Monarchen und Diktatoren kennt. Doch dass er dies hier via seinen Marionetten auch betreibt, ist ein kriegerischer Akt. #Wladimir Putin