Seit letzten Samstag wurde Julian Assange, der sich aktuell in der Londoner Botschaft in Ecuador befindet, das Internet eingeschränkt. Grund dafür sind die #Wikileaks-Enthüllungen über die Präsidentschaftskandidatin Hillary #Clinton. Aus den USA habe es diesbezüglich jedoch keinen Druck gegeben, was die WikiLeaks Plattform anders sieht.

Die Verantwortung für den abgestellten Zugang zum Internet von WikiLeaks Gründer Julian Assange hat Ecuador übernommen. Seine Verbindung habe man "vorübergehend eingeschränkt“, wie das Außenministerium mitteilte.

Das Asyl von Assange sei von der Maßnahme jedoch unberührt. Das Außenministerium begründete die Sperrung mit den Veröffentlichungen von WikiLeaks über Hillary Clinton. WikiLeaks hingegen warf dem Land Ecuador vor, sich dem Druck aus den Vereinigten Staaten gebeugt zu haben, was Ecuador bestritt.

Seit Tagen veröffentlicht WikiLeaks Dokumente, die bei Hacker-Angriffen auf das Clinton-Wahlkampfteam sichergestellt wurden. Ecuador behauptet, es sei der eigene Entschluss des Landes gewesen, die Online Verbindung zu kappen. Die Souveränität anderer Staaten werde respektiert und in Wahlkämpfe würde sich nicht eingemischt. Mit den Veröffentlichung auf WikiLeaks habe Ecuador nichts zu tun, da dies ausschließlich Sache der Plattform sei. Ecuadors Vorgehen gegen Assange sei davon nicht beeinflusst. Wie weit die Zugangsbeschränkungen reichen, ist unklar.

Ist John Kerry für die Sperre verantwortlich?

WikiLeaks dagegen erklärte, US-Außenminister John Kerry und Ecuadors Präsident Raffael Correa haben sich in Kolumbien getroffen. Bei diesem Treffen hätte John Kerry Correa aufgefordert, die Veröffentlichung von Clinton-Dokumenten zu stoppen. Washingtons Außenministerium hielt dagegen und behauptete, es hätte ein solches Treffen nie gegeben.

Die USA werfen indes Moskau vor, Einfluss auf die US-Präsidentenwahl nehmen zu wollen und machen Russland für die Hacker-Angriffe verantwortlich. Russland dementiert das.

Assange kündigte Clinton Enthüllungen vorher an

Zuvor hatte Julian Assange sich kritisch zur Präsidentschaftskandidatin geäußert und kündigte an, diverse Enthüllungen über sie zu veröffentlichen. Seit über vier Jahren befindet er sich nun in der ecuadorianischen Botschaft in London. Assange will so seine Auslieferung nach Schweden verhindern, da dort gegen ihn wegen Vergewaltigung ermittelt wird. Zudem befürchtet Assange, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Die USA wollen Assange aufgrund der Veröffentlichung von geheimen Material vor Gericht stellen. #präsidentschaftswahl