Der #Minijob ist fester Bestandteil der deutschen Arbeitslandschaft geworden – nicht nur für Studierende. Sich durch Kellnern, Büroarbeiten oder Supermarktregale einräumen ein wenig Geld zu verdienen, ist heute leicht. Minijobber werden gleich zu Beginn des Jobs gefragt, ob sie sich von der Rentenversicherung befreien lassen wollen und 80 % lehnen eine Rentenversicherung ab. Klingt erst mal logisch bei mageren 450 Euro Verdienst nicht auch noch ganze 16,55 Euro an die Rentenkasse zu zahlen, aber: das könnte ein Fehler sein. Gerade Mütter und Studierende sollten sich gut informieren bevor sie nein sagen.

Die Vorteile der Rentenversicherung im Minijob sind auf den ersten Blick gering: um 4,50 Euro erhöht sich die monatliche Rente nach einen Jahr im Minijob – davon kann man sich nicht viel kaufen. Aber: wer Rentenversicherung zahlt, sammelt Pflichtbeitragszeiten bei der Deutschen Rentenversicherung an. Gerade für Studierende ist das interessant, denn sie schaffen es selten, 45 Jahre zu arbeiten, um ohne Kürzungen in die Rente zu gehen. Das Studium wird nämlich nicht mehr zu den Beitragjahren gezählt – die Zeit als 450 Euro Kraft schon, auch wenn die Rente dadurch nicht viel steigt.

Vorteile für Erziehende und Arbeitslose

Auch Mütter oder Väter in Elternzeit oder Arbeitssuchende können ihre Beitragsjahre durch einen Minijob auf die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren aufstocken, um die Vorteile der Rentenversicherung zu nutzen. Erziehende bekommen drei Jahre gutgeschrieben – die fehlenden zwei Jahre kann man mit einem Minijob ergänzen. Auch wichtig: alle, die sechs Monate in die Rentenkasse eingezahlt haben, haben ein Recht auf Reha-Leistungen. Bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten kann es Unterstützung von Vater Staat geben - sogar bis hin zur vollen Erwerbsminderungsrente. Auch riestern kann man in einem Minijob - mit einem Sockelbetrag von 5 Euro im Monat kriegt man staatliche Zulagen.

Eine Befreiung von der Rentenversicherung ist bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnis bindend. Der Verzicht der Rentenversicherung muss also gut überlegt sein, denn man verschenkt möglicherweise viele Vorteile für maximal 16,65 Euro monatlich. #Riesterrente #Finanzen