Der "alternative" #Friedensnobelpreis Venezuelas, der Hugo-Chavez-Preis für Frieden und Solidarität, wird vom amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro dieses Jahr zum ersten Mal vergeben. Kein geringerer als der russische Präsident Vladimir #Putin soll die Ehre haben, der erste Preisträger zu sein. Putin sei "ein Kämpfer für den Frieden", so die Begründung Maduros für seinen Wahl, die er bei der Enthüllung einer Statue Chavez' bekannt gab. Eine Miniatur der Statue sollen alle Preisträger bekommen. 

Auch China setzte seinen eigenen Friedenspreis ein, den Konfuzius-Preis, erstmals 2010 vergeben. Es solle ein Gegengewicht sein zu dem "politisch missbrauchten" Friedensnobelpreis. 2011 erhielt Putin auch diesen Preis, weil er "Außergewöhnliches für den Weltfrieden" tat. Vielleicht als Gegengewicht zu dem 2009 an amerikanischen Präsidenten Barack Obama verliehenen Friedensnobelpreis. Die Begründung des norwegischen Komittees lautete: "Für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken. Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen."

Hugo Chavez (1954-2013) war Präsident Venezuelas von 1999 bis zu seinem Tod. Er war sehr populär in seinem Land doch die Geister schieden sich. Er polarisierte zwischen seinen Gegnern, die ihn heftig ablehnten, und seinen Anhängern, die ihn verehrten. Nach seinem Tod blühte ein regelrechter Heiligenkult um den verstorbenen Politiker auf. Man wollte ihn sogar einbalsamieren wie Lenin, was jedoch aufgrund des Alters des Körpers nicht möglich war. Eine Art "Vaterunser" Gebet, an Chavez gerichtet, wurde von der Sozialistischen Partei offiziell anerkannt. 

#Venezuela hat schon seit vielen Jahren intensive, gute Kontakte zu Russland. Viele Investitionen wurden von dort in Venezuela getätigt und es gab Waffenlieferungen von Russland, damit sich das Land gegen einen mögliche Invasion der USA schützen konnte. Als Chavez starb, wurde neben anderen Ländern eine mehrtägige Staatstrauer in Russland verhängt. Selbst eine Briefmarke wurde in Russland 2014 zu seinen Ehren herausgegeben. Nun hat ein russischer Künstler die Chavez Statue entworfen.

Bei solch engen Banden zwischen sozialistischen Brüdern und Genossen ist es nicht verwunderlich, dass der erste Friedenspreis Venezuelas an den russischen Präsidenten gehen soll. Möglicherweise soll es auch ein Affront gegen die USA sein, mit denen schon Chavez oft große Auseinandersetzungen hatte, die das Klima zwischen den Ländern sehr abkühlten. Dies führte dazu, dass George W. Bush als damaliger Präsident der USA in Verdacht stand, am Putsch gegen Chavez 2002 beteiligt gewesen zu sein. 

Die BILD-Zeitung kommentierte die Wahl Putins für den Friedenspreis mit: "IRRER GEHT’S KAUM. Ein Friedenspreis für einen Mann, dessen Truppen Krieg in der Ukraine führen und Syrien in Schutt und Asche legen."