Auf dem AfD-Landesparteitag konnten sich zwei Kandidaten aus Südbaden positionieren, die dem konservativen #AfD-Flügel zugeordnet werden. Thomas Seitz aus Lahr und Dubravko Mandic aus Freiburg könnten die neuen AfD-Vertreter der Region Südbaden im Bundestag werden.

Im Januar 2017 gibt es einen zweiten Parteitag

Der Andrang auf einen ersten Platz in der Landesliste war so groß, dass die ca. 600 versammelten AfDler nur bis Rang neun kamen. Ein zweiter Parteitag findet im Januar statt. Auf dem wird geklärt, ob es ein weiterer Südbadener auf einen der Listenplätze schafft. Bisher ist dies nur Thomas Seitz gelungen. Der Staatsanwalt aus Lahr belegte Platz fünf und hat damit super Chancen, 2017 in den Bundestag einzuziehen.

Vortreffen mit Björn Höcke

Die vor Thomas Seitz gewählten baden-württembergischen Kandidaten eher zur "gemäßigten" gehören, steht der Jurist "dem Flügel" um den Thüringer Landesvorsitzenden #Björn Höcke nah. Im November sprach Björn Höcke in Ludwigsburg. Er forderte seine Mitstreiter auf, in Baden-Württemberg "die richtigen" AfD-Mitglieder auf die Landesliste zu bringen. Außer Thomas Seitz war ein weiterer bekannter Mann der AfD aus Südbaden anwesend: der selbständige Rechtsanwalt Dubravko Mandic aus Freiburg.

Der Flügel schließt eine Partnerschaft mit der CDU/ CSU aus

"#der Flügel", soll das "Zentrum der Partei" bilden, er will die AfD auf einem geraden Kurs halten. Zitat Björn Höcke in Ludwigsburg: "Wir stehen in Opposition zu den Grundgesetzbrechern und Deutschlandabschaffern der Konsenzparteien." Eine Partnerschaft mit der CDU/CSU, über die andere AfD ler eventuell nachdenken, lehnen wir vom "Flügel" strikt ab. Um Deutschland und Europa zu retten, braucht man "eine durchsetzungsstarke Politik der Entmultikulturalisierung."

Thomas Seitz Rede trifft genau "den Nerv" der AfD-Basis

Mit seinen politischen Ausführungen sorgte der AfD-Politiker bereits für Unmut. Er soll Flüchtlinge als "Invasoren" bezeichnet haben. Das Landesjustizministerium hat ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. "Ein Großteil der Einwanderer sind junge, wehrfähige Männer ", verteidigt der als Staatsanwalt tätige Jurist seine Aussage weiterhin. "Sollte es irgendwann zum Bürgerkrieg kommen, haben wir den "Invasoren" kaum etwas entgegenzusetzen." An der Basis werden solche deutlichen Aussagen gerne gehört. Das Disziplinarverfahren schadet Thomas Seitz nicht. Die Basis findet Seitz gut.

Dem anderen Kandidaten, dem Rechtsanwalt Dubravko Mandic geht es ähnlich. Er ist als Sohn bosnischer Migranten, im Freiburger "Problem-Viertel" Weingarten aufgewachsen.Bekanntheit erlangte der AfD-Politiker und Jurist Dubravko Mandic, durch die Durchsuchung seiner Freiburger Kanzlei- und Wohnräume. Im wird vorgeworfen bei einem Facebook-Post ein Foto verwendet zu haben, welches Nazigrößen beim Nürnberger Prozess mit "aufmontierten Köpfen" heutiger Bundespolitiker zeigt.

Auf dem AfD-Landesparteitag in Kehl bewarb sich Dubravko Mandic für den Listenplatz 3. Seine Rede wurde im Netz veröffentlicht.

"Unsere Gegner verfolgen uns bis in die eigenen vier Wände", rief er den Versammelten zu: "Und ich sage euch: Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen." Er trat gegen den AfD-Philosophen Marc Jongen aus Karlsruhe an. Sein Abstimmungsergebnis von ca. 25% und der große Applaus, zeigen, dass Dubravko Mandic gute Chancen hätte.Viele von der AfD-Basis, mehr noch die "Flügel-Patrioten" hoffen, dass der Rechtsanwalt beim kommenden Parteitag im Januar noch einmal für einen Listenplatz kandidiert.