#Zukunft ist das, was man daraus macht. Als einzelner Mensch oder als Volk. Wir leben in #Freiheit, was eine große Gnade ist, denn Freiheit ist nicht selbstverständlich. Nie sollte man dabei vergessen, dass Deutschland nicht durch Anarchie, Rechthaberei oder Respektlosigkeit wieder aufgebaut haben - sondern indem man auch in schwersten Zeiten nach dem Krieg anständig miteinander umgegangen ist und angepackt hat. Die "Trümmerfrauen" hatten daran einen großen Anteil. Sie räumten die zerbombten Städte frei und packten an, während es kaum etwas zu essen gab. Viele waren frisch verwitwet oder ihre Ehemänner in Kriegsgefangenschaft. Wo ist eigentlich das große zentrale Denkmal für diese tapfere Generation von Frauen?

Wenn Geschichte umgeschrieben wird

Statt also den Trümmerfrauen ein Ehrenmal zu setzen setzen, wird derweil die Geschichte munter umgeschrieben. Man liest und hört tatsächlich zunehmend, wie jungen Immigrantenkindern erzählt wird, es wären die Gastarbeiter gewesen, die Deutschland wieder aufgebaut hätten. Abgesehen davon, dass dieses vor allem in der türkischen Szene beliebte Märchen horrender Schwachsinn ist, genügt es schon, den logischen Menschenverstand anzuschalten, um diesen Unsinn zu entlarven. Die Gastarbeiter wurden ins Land geholt, weil es längst wieder aufgebaut war und die Industrie so heiß lief, dass die Arbeitskräfte ausgingen. Deswegen holte man sich Gastarbeiter, um die deutsche Industrie im Wirtschaftswunder-Turbogang zu halten. Dass aus den Gastarbeitern dann neue Deutsche wurden, weil das Wort "Gast" irgendwann vergessen ging, das ist eine andere Geschichte.

Freiheit braucht Ordnung

Warum sind solche Feinheiten in der Geschichtsschreibung so wichtig? Warum muss man generell achtsamer werden? Ganz einfach, weill überall dort, wo der Respekt voreinander verloren geht, am Ende Menschen sterben. Über Waffenexporte wird sich viel empört. Doch Waffen töten nicht - es sind die Menschen, die den Abzug bedienen. Und lange bevor eine Gewehrkugel fliegt, sind Rücksicht, Respekt, Achtung vor der Würde des jeweils Anderen erodiert. Wir brauchen deswegen wieder mehr Sekundärtugenden und einen klareren moralischen Kompass. Wer meint, die Abschaffung von Regeln und Sitte oder das Umschreiben von Geschichte und Tradition führe zu mehr Freiheit, dem bleibt die Freude darüber schnell im Halse stecken.

Her mit den deutschen Tugenden

Ein Blick in die Tagesschau kann einen schaudern lassen angesichts dessen, was entsteht, wenn Struktur verloren geht. Fragen Sie mal die Menschen in Syrien, in Libyen, im Südlibanon oder im Irak wie sich der Verlust von Ordnung so anfühlt. "Frei" ganz sicher nicht. Das Gegenteil von Regeln ist nicht die Freiheit, sondern die Anarchie. Freiheit bedeutet nicht die Freiheit von Regeln, sondern die Möglichkeit, diese geordnet und mit einem Gespür für die Traditionen in Frage zu stellen. Wo also Freiheit und Zivilisation herrschen sollen, da braucht es Regeln, Disziplin, historisches Bewusstsein und eine intakte staatliche Ordnung. Hier kommen nun die Sekundärtugenden ins Spiel: Fleiß, Treue, Disziplin, Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Achtung vor dem Gesetz, Höflichkeit, Sauberkeit, Gastfreundschaft, Respekt voreinander - also schlicht das ganze Arsenal an Struktur, das die 68er in die Tonne getreten haben.

Die Politiker als Speerspitze der Rüpelei

Besonders bedrückend ist dabei zu bemerken, dass ausgerechnet die Politiker Sekundärtugenden und Traditionen nicht mehr ernst nehmen. Da wird schon mal der neue Präsident eines anderen Landes als "Hassprediger" bezeichnet, sich sorgende Bürger als "Pack" und ##Angela Merkel regiert wie ein Schnellbootkapitän ohne Seekarte. Dabei gehört es zum kleinen Einmaleins der #Politik, dass Gesellschaften wie Supertanker sind: steuert man zu heftig, kenternt das Ding. Aber diese uralte Erkenntnis ist im Berlin des Jahres 2015/16 offenbar abhanden gekommen. In den USA war es ähnlich. Dort heißt die Antwort ##Donald Trump.