Donald Trump hat nun offenbar die #US-Wahl gewonnen und wird Anfang 2017 in das Weiße Haus einziehen. Doch der Republikaner gilt als höchst kontrovers. Unter anderem möchte #Trump eine Mauer entlang der mexikanischen Grenze bauen, damit keine illegalen Einwanderer/innen aus dem südlichen Nachbarland einströmen. Und seine Liste an sexistischen und rassistischen Äußerungen während des Wahlkampfes ist sehr lang, politische Inhalte kaum vorhanden. Aus diesem Grund wollen nun viele Amerikaner/innen das Land verlassen und auswandern – vorzugsweise in das nördliche #Kanada oder Australien.

Webseite der kanadischen Immigrationsbehörde stürzt ab

Bekannte Persönlichkeiten wie Bryan Cranston, Babara Streisand oder Stephen King haben bereits im Vorfeld angekündigt: Sollte Trump gewinnen, wandern sie aus den Vereinigten Staaten aus. Und auch Corey Taylor (Slipknot) hat sich bereits nach Grundstücken in Australien umgesehen. Und die Promis sind damit nicht alleine. So suchten laut Google Statistics in den vergangenen Stunden mehrere tausend Menschen das spezielle Stichwort „how can I move to Canada“ („Wie kann ich nach Kanada ziehen?“). Und der Daily Telegraph berichte um 05:42 Uhr MEZ: „Menschen in den Vereinigten Staaten suchten in den letzten Stunden zunehmend nach dem Wort „Auswanderung“. Der Wille der US-Amerikaner/innen zur Auswanderung gipfelte darin, dass zwischenzeitlich sogar die Webseite der Kanadischen Einwanderungsbehörde abgestürzt ist.

Kanadas Reaktion auf die Wahl

Kanada selbst hätte nichts gegen einen möglichen Zuwanderungsstrom. Im Gegenteil. Der offizielle Twitter-Account Kanadas postete in der Wahlnacht: „In Kanada sind Einwanderer dazu ermutigt, ihre kulturellen Traditionen mitzubringen und sie mit unseren Einwohnern zu teilen." und spielt damit auf die mögliche Auswanderungswelle an. Bereits im Februar 2016 bot sich die kanadische Kap-Breton-Insel an der atlantischen Küste als „ruhiger Zufluchtsort“ für alle Auswanderer/innen aus den Vereinigten Staaten an, sollte Trump die Wahl gewinnen.

Die Kanadier selbst machen sich zum Teil über das Wahlergebnis auf Twitter unter dem Hashtag #MeanwhileInCanada lustig. So schrieb unter anderem ein User dort: „Kanadische Gänse wissen noch nicht, ob sie in den Süden fliegen werden.“ Eine andere Userin twitterte: „Ich habe noch nicht einmal einen Witz – ich bin lediglich stolz, Kanadierin zu sein.“

Ob jetzt wirklich eine große Auswanderungswelle von den USA ausgehen wird oder ob dies nur eine übertriebene Schockreaktion war/ist, wird wohl die Zeit zeigen. Fakt ist jedoch, dass selten ein Präsident vor dem Amtsantritt so unbeliebt war wie der 70-jährige Milliardär.