Am Sonnabend beteiligten sich nach Angaben des Veranstalters rund 900 Menschen an der alljährlichen Silvio-Meier-Demonstration im Berliner Stadtteil #Friedrichshain. Am 21. November 1992 wurde der damals 27-jährige Aktivist der links-alternativen Szene von Neonazis mit mehreren Messerstichen getötet. Am U-Bahnhof Samariterstraße in Friedrichshain wurde nach dem Tod des jungen Mannes eine Gedenktafel errichtet, welche bereits einige Male geschändet und gestohlen wurde.

Seit 2016 vergeben Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain - Kreuzberg den Silvio-Meier Preis an Menschen, Vereine, Initiativen und Projekte, die sich in herausragender Weise gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung einsetzen. Auch eine Straße wurde in Friedrichshain nach #Silvio Meier benannt.

Laut Polizeiangaben startete die Demo, welche unter dem Motto "Entschlossen, radikal, offensiv - Antifa" stand, am U-Bahnhof Samariterstraße und führte unter anderem auch durch die Rigaer Straße, wo früher viele Häuser besetzt waren. Mit Transparenten und Redebeiträgen verurteilten die Aktivisten die Bundesregierung mit ihrer rassistischen Politik sowie die fortschreitende Militarisierung. Ebenso wurde die Solidarität mit linken Hausprojekten bekundet. Nennenswerte Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es nicht, obwohl die Demo gegen 20 Uhr vom Veranstalter für vorzeitig beendet erklärt wurde. In den vergangenen Jahren gab es bei der jährlichen Kundgebung häufig Angriffe auf Polizisten. Trotzdem rechnete der Sprecher der Polzei Winfrid Wenzel auch im Vorfeld nicht mit größeres Ausschreitungen. Ebenfalls am Samstag versammelten sich am Hauptbahnhof in Berlin rund 100 Bärgida-Anhänger zur Demonstration gegen die "Islamisierung des Abendlandes". Die Demo des Berliner Ablegers, der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung, zog durch Berlin-Mitte - vom Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof, über die Rahel-Hirsch- und die Chausseestraße bis zum Pariser Platz am Brandenburger Tor. #Gegen Rechts