Vielleicht sollte man die Frage andersherum stellen: "wer soll es denn sonst machen?"

Da gibt es einen Frank Walter Steinmeier, der für dieses Amt nicht zur Verfügung steht, da er schon als Bundespräsident nominiert ist. Oder Winfried Kretschmann, der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der zwar könnte, aber diesbezüglich chancenlos wäre.

Da wären noch der Vorsitzende von der SPD, Sigmar Gabriel und Europas Parlamentspräsident #Martin Schulz, ebenfalls SPD, der aller Voraussicht nach wieder Einzug in die deutsche Politik halten will.

Kretschmann sowie Steinmeier liegen laut der ZDF-Umfrage in der Beliebtheit der Bevölkerung noch vor #Angela Merkel, die in der Beliebtheit wieder vor Bundesfinanzminister Schäuble CDU gerutscht ist.

Vizekanzler Sigmar Gabriel liegt bei der Umfrage bei den SPD-Wählern mit 27 Prozent der Stimmen deutlich hinter dem Europapolitiker Martin Schulz mit 64 Prozent, wenn es um die Frage der Kanzlerschaft geht.

Die deutsche Bevölkerung liebt Kontinuität und so verwundert es auch nicht, dass nachdem die Flüchtlingskrise ein wenig an Brisanz verloren hat, die Kanzlerin wieder deutlich an Zustimmung für eine weitere Amtszeit, mit 63 Prozent aller Befragten Stimmen, dazugewonnen hat und noch weit vor den beiden SPD-Politikern liegt.

Führungsproblem der SPD

Bei der Kanzlerfrage sprachen sich laut ZDF nur 25 Prozent für Gabriel und 39 Prozent für Schulz aus, wohingegen Merkel bei einem Kanzlerduell mit Schulz auf 47 Prozent Zustimmung käme. Das zeigt deutlich, dass die SPD ein echtes Führungsproblem wie eine Bugwelle vor sich herschiebt. Aber auch die beiden Unionsparteien CDU und CSU haben außer Angela Merkel keine Führungspersönlichkeiten, die dieses wichtige Amt wirklich würden besetzen können.

Infantilen Stammtischparolen wie etwa “Merkel muss weg“, scheinen sich bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung demnach nicht zu verfangen und bleiben leere Parolen der Straße, und das ist auch gut so, denn wer sollte sonst ihre Nachfolge antreten?

Die Frage nach der Kanzlerschaft Merkels ist somit alternativlos und eine weitere vierjährige Amtszeit Angela Merkels, zwingend. Gerade in der heutigen schwierigen Zeit braucht es politische Kontinuität in Europa, gerade jetzt, da überall in der Welt, Rechtspopulisten aus ihren Löchern gekrochen kommen, muss Deutschland ein starkes demokratisches Bollwerk gegen Hass und Intoleranz bleiben und zeigen, dass die Probleme in der Welt nicht von Populisten gelöst werden können.

Somit kann die Frage: “Braucht Deutschland Merkel?“ nur mit einem klaren ja beantwortet werden.