Donald #Trump hat während des US-Präsidentschaftswahlkampfs stark gegen #Apple gewettert und vor allem die IPhone-Produktion im Ausland kritisiert. Seiner Aussage nach wolle er Apple in Zukunft zwingen in den USA zu produzieren. Ob Trump das überhaupt kann bleibt zwar, selbst nach seiner Wahl zum US-Präsidenten fraglich, aber vorsichtshalber hat Apple seine Zulieferer Foxconn und Pegatron um eine Kostenanalyse für die Produktion in den USA gebeten.

IPhone-Produktion in den USA?

Weder Foxxconn noch Pegatron waren begeistert. Pegatron schien die Kalkulation einer IPhone-Produktion in den USA gleich abgelehnt zu haben. Foxconn kam Apples Bitte allerdings nach. Erstaunlich ist das nicht, nachdem Apple einer der wichtigsten Kunden von Foxconn ist und vermutlich mehr als 50% des Unternehmensumsatzes ausmacht. Die Ergebnisse sind allerdings mehr als ernüchternd. Offensichtlich würde die Produktionsverlagerung des IPhones von Asien in die USA die Gesamtkosten für Apple & Co. mehr als verdoppeln. Das schmeckt keinem der Superunternehmen.

Wie Nikkei Asian Review berichtet, könnte Apple die Kosten auch nicht durch die bereits sehr hohen Margen auffangen und müsste den Preis der Geräte drastisch erhöhen. Das würde vermutlich dazu führen, dass nicht einmal mehr die größten Apple-Fans das Gerät noch kaufen würden.

Donald Trump verunsichert Unternehmen nach wie vor

Wenn es einen zukünftigen US-Präsidenten gibt, der Anleger und Unternehmer so nachhaltig verunsichert, dann ist es sicher Donald Trump. Der TV-Star und Immobilien-Millionär provozierte während des US-Wahlkampfes mit fragwürdigen Aussagen und viel Angriffslust. Nicht nur seine damalige demokratische Rivalin Clinton, sondern auch große Unternehmen wie zum Beispiel Apple bekamen ihr Fett weg. In den USA steht Apple wegen Steuer-Fragen ohnehin immer wieder in der Kritik. Das war für Donald Trump natürlich gefundenes Fressen, um Apple anzugreifen.

Trumps Äußerungen zeigten nicht nur bei Apple Wirkung. Auch die Märkte sind verunsichert. Auch wenn sich die Aktienskurse inzwischen wieder stabilisiert haben, vermuten viele Analysten immer noch, dass Trump der Wirtschaft zusetzen könnte. Ob es dann wirklich dazu kommt und vor allem, ob ein US-Präsident einem Weltkonzern wie Apple wirklich die Produktionsstätten und Standorte vorschreiben kann, bleibt abzuwarten. Insgesamt wird Trump für einige seiner Ankündigungen aber viel Geld brauchen. Dafür reicht es vermutlich auch nicht aus, auf das Präsidentengehalt zu verzichten. Da würden zusätzliche Steuereinnahmen von Apple und anderen global-playern sicher gut in die Staatskasse passen.

Trump gegen Apple - ist das realistisch?

Ob sich ein Geschäftsmann wie Donald Trump wirklich mit Apple und Tim Cook anlegen wird, bleibt fraglich. Schließlich wird es vermutlich niemand besser verstehen wie ein Unternehmen tickt als Donald Trump. Nachdem viele von Trumps Aussagen schlichtweg nicht realistisch umsetzbar sind, wird er Apple voraussichtlich auch gar nicht erst dazu zwingen können an einem bestimmten Standort zu produzieren. Dennoch bleibt Apples Reaktion definitiv interessant. Genauso interessant wäre es, ob andere Silicon Valley-Unternehmen gedanklich ebenfalls mit ähnlich einschneidenden Schritten spielen.

Glauben Sie, dass Donald Trump ein Unternehmen wie Apple wirklich dazu zwingen kann das IPhone in den USA zu produzieren? #DonaldTrump