Wie arbeitet man als Journalist, wenn man von Repression oder gar Verhaftung bedroht ist? In solchen Zeiten sehen wir besonders, was freier Journalismus, freie Meinungsäußerung wert sind. Um so mehr müssen wir uns auch in unserem Land solchen Entwicklungen entgegenstellen. 

Dass ausgerechnet eine langjährige Stasi-Mitarbeiterin in Deutschland quasi als Internetsheriff unterwegs ist, geht gar nicht. Hier wird mit Steuermitteln raffiniert Wahlkampfhilfe und versteckte Parteienfinanzierung betrieben, was etwa CDU-Politiker in Thüringen kritisieren.

Früher wurden auch in Deutschland Atomkraftgegner (und entsprechende Berichterstattung dazu) in die Nähe von Staatsfeinden gerückt! Leute wie #HolgerStrohm mußten das Land verlassen. Auch heute wird man als Journalist nicht gerade zimperlich behandelt, wenn man die falschen Themen veröffentlicht. So verlagert sich nun manches in den Bereich Kabarett und Satire. Was Georg Schramm und Arnulf Rating z.B. loslassen, das könnte man als Redakteur in der Zeitung so nicht bringen. Wer zu heiklen Themen schreibt, kann gehen oder wird in den Bereich der Verschwörungstheoretiker geschoben.

 

Die Kanzlerin Merkel gab heute ihrem Zweifel Ausdruck, dass das Vorgehen gegen #Cumhuriyet und viele andere Journalisten "demokratischen Prinzipien" entspreche! Aber wer hier zweifelt, bei dem sollte man auch genauer hinsehen. So versucht Maas  seit einiger Zeit wenigstens im Internet Aktionismus zu zeigen, denn das "epochale Jahrhundertereignis" (so Gauck zur Migrationswelle) hat er offensichtlich "nicht kommen sehen", was angesichts der riesigen Behörden und Geheimdienste mehr als verwunderlich ist. Zumal jeder durchschnittliche Politikstudent die Strategiepapiere der Think Tanks dazu seit Jahren kennt.

Die pflaumenweiche Kritik an der Türkei ist ein Skandal!

Manche Demokraten schweigen lieber ganz dazu. Dafür verschiebt man das Koordinatensystem immer weiter nach links, so dass sich heute bereits der "besorgte Bürger" in die rechte Ecke gestellt sieht! Den Vogel schoß ein bekanntes Politmagazin ab, das die 300 000 TTIP-Gegner in Berlin gleich "von Nazis gesteuert" verortete.

Die Nazikeule wird fast schon inflationär geschwungen. Und gegen die vermeintlichen Nazis macht man dann auch per "Rock gegen Rechts" mobil. Wer dann so gelabelt ist, gegen den darf man "vorgehen", wie die Übergriffe etwa gegen die AfD und ihre Politiker zeigen. Da muß man kein Anhänger der AfD sein, sondern nur Demokrat, um solche Entwicklungen kritisch zu sehen.

Man kann es nicht oft genug betonen: Die #Demokratie ist kein Konsumgut, das man vom Sessel aus konsumieren kann, sondern jeder Einzelne muss sich einbringen.

Und da sind wir wieder beim Kabarett: Vorträge von Schramm und Rating im Mainzer Unterhaus haben einige Bürger nicht nur betroffen gemacht, sondern sie regelrecht "besorgt" - dünnes Eis, denn der besorgte Bürger ist laut Urban Priol dann wieder das "eigentliche Unwort des Jahres"!

Da kann man schon mal den Überblick verlieren, was wirklich RECHTS ist. Denn gerade die Strategen, die ständig TOLERANZ rufen, sind oft auffällig intolerant. #Erdogan