Glaubt man den Umfragen, so steht der Auswahl der #US-Wahl 2016 längst fest. Seit Monaten führt #hillary Clinton von den Demokraten mal mit weniger, mal mit mehr Vorsprung vor ihrem republikanischen Konkurrenten Donald Trump. Selbst nach den jüngsten FBI-Ermittlungen zur Affäre um die Clinton-Mails ließen den Immobilien-Milliardär Trump zwar aufholen, überflügeln konnte er Clinton allerdings nur in den wenigsten Umfragen. Dennoch ist auch nach Öffnung der ersten Wahllokale in den USA völlig offen, wer Barack Obama im Weißen Haus nachfolgen wird. Dies hat neben vielen weiteren Faktoren auch mit dem sogenannten "Bradley-Effekt" zu tun, der #Donald Trump auf der Zielgeraden doch noch zum mächtigsten Mann der Welt machen könnte. Es wäre nicht das erste Mal, dass der "Bradley-Effekt" für überraschende Ausgänge von Wahlen in den USA sorgt.

"Bradley-Effekt": Wenn Umfragen zur Makulatur werden

Der "Bradley-Effekt" ist nach dem afroamerikanischen Politiker Tom Bradley benannt. Als amtierender Bürgermeister von Los Angeles kandidierte Bradley im Jahr 1982 für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien. In den meisten Umfragen lag der Demokrat Bradley vorne, am Ende machte Courken George Deukmejian von den Republikanern das Rennen. Ähnliches widerfuhr dem ebenfalls dunkelhäutigen Douglas Wilder bei den Wahlen 1989 in Virginia. Wilder gewann die Wahl zwar, jedoch nur um Haaresbreite, obwohl alle Umfragen einen haushohen Sieg prophezeit hatten.

Donald Trump ist ohne Frage ein sehr streitbarer Kandidat, so dass es auch bei der US-Wahl 2016 durchaus möglich ist, dass sich in den Umfragen weitaus weniger potenzielle Wähler zu "ihrem" Kandidaten bekennen wollte, als dies beim tatsächlichen Urnengang der Fall sein wird.

Weitere Variablen bei der US-Wahl

Donald Trump kann seine Hoffnungen aufs Weiße Haus jedoch nicht alleine auf den "Bradley-Effekt" stützen. Selbst wenn der Republikaner mehr Stimmen auf sich vereinen kann als Hillary Clinton, steht der Sieg noch längst nicht fest. Da der Präsident der USA indirekt über Wahlmänner gekürt wird, werden die Ergebnisse einiger weniger Staaten den Ausschlag geben, die sogenannten "Swing-States". Als Bank der Demokraten gilt unter anderem Kalifornien, wo es alleine 55 der benötigten 270 Wahlmänner zu gewinnen gibt. Auch auf die 29 Wahlmänner im bevölkerungsreichen Bundesstaat New York können die Demokraten zählen, so dass Clinton bereits ein knappes Drittel der absoluten Mehrheit in zwei Bundesstaaten einsammeln kann.