Es gibt diese Momente, in denen Du weißt: etwas ganz Grundlegendes muss sich ändern. Mein Moment dieser Art war irgendwann 2015. Ich war bereits bald zwanzig Jahre im Sicherheitsbereich tätig. Über manche Stationen kann ich berichten, andere sind geheim. Die letzten Jahre arbeitete ich als freier Sicherheitsberater für Unternehmen. Dabei erlebte ich immer häufiger, wie Konzerne und Menschen mit den Mitteln des Web 3.0 gleichsam vernichtet wurden.

Schöne neue Welt?

Wir waren in Großkonzernen, die wegen (oft komplett unfairer) Social Media-Attacken hohe Summen in Abwehrmaßnahmen stecken mussten. Aber vor allem erlebte ich auch Einzelpersonen, etwa mittelständische Unternehmer, die von digitalen Heckenschützen sturmreif geschossen wurden. Durch die exponentielle Entwicklung des Bereiches "Social Media" stehen heute jedem Aggressor massenwirksame Kommunikationsmittel zur Verfügung. Damit kann man andere Menschen mit erschreckend wenig Mühe ins soziale Aus befördern. Hinzu kommt eine immer beherrschendere Stellung von Google und problematische Veränderungen an den Suchalgorithmen dieses alles beherrschende Mediengiganten.

Neue Probleme, neue Lösungen

Das Problem war also radikal neu, eine ebenso radikal neue Lösung musste her. In Diskussionen mit Kollegen wurde immer deutlicher: man muss, um den Opfer dieser Attacken zu helfen, in genau jene Bereiche eindringen, die Laien auf Dauer verschlossen bleiben. Das heißt: Spüre den Agressor auf, hole ihn aus seinem dunklen Loch, reisse ihm die Maske der Anonymität herunter und führe ihn Justiz und Gerechtigkeit zu, um ihn auf Dauer außer Gefecht zu setzen. Im Grunde das, was Geheimdienste für Regierungen tun. Natürlich im Einklang mit den Gesetzen des jeweiligen Operationsgebietes, aber unter voller Ausschöpfung dieses Rahmens und mit hoher Schlagkraft und wenig Zimperlichkeit.

Braucht man Mut?

So führte ich mein eigenes Unternehmen in eine Partnerschaft mit der deutschen Agentur REVOLVERMÄNNER, dem ersten privaten #Nachrichtendienst für jedermann. Aus Düsseldorf, Frankfurt und Toronto arbeiten wir mit Ermittlern, Profilern, IT-Experten und Mediatoren. Wir dienen mit Leidenschaft dafür, die Reputation ehrbarer Menschen und Unternehmen zu retten und effektiv zu beschützen. Und lassen Sie uns hier nicht um den heißen Brei herumreden - das alles auch mit Werkzeugen, aufgrund derer den Aggressoren das Blut in den Adern gefriert. Habe ich deswegen moralische Bedenken? Keineswegs. Erstens arbeiten wir gesetzestreu, zweitens schauen wir uns schon immer genau an, wen wir als Mandanten akzeptieren und drittens brauchen jene Menschen und Unternehmen dringend effektiven Schutz, die von digitalen Heckenschützen aus dem Dunkel des Netzes angegriffen werden. Die Justiz bekommt die Fälle am Ende ggf. auf den Tisch, doch grenzüberschreitend und rasend schnell kann man nur mit nachrichtendienstlichen Mitteln arbeiten.

Eher Kühle als Mut

Ob wir nicht manchmal Angst haben, werden meine Kollegen und ich gefragt. Nun, ehrlich gesagt - nein. Denn einerseits darf man im Sicherheitsbereich ohnehin kein ängstlicher Mensch sein und andererseits sind wir natürlich nicht naiv. Selbstverständlich haben wir Flügelmänner, die jeden potentiellen Gefährder identifizieren und zuverlässig neutralisieren, hart aber herzlich.

Kann ich das auch?

Ja, was wir tun ist ohne Frage hart, aber es ist auch nötig, um die Welt für anständige Menschen ein Stück sicherer zu machen und "soziale Morde" (die Vernichtung einer guten Reputation) zu verhindern oder zu heilen. Oft werden wir ganz vorsichtig gefragt, ob man bei uns arbeiten kann. Oft sind es junge Männer, die das Abenteuer suchen. Tatsächlich sind wir immer auf der Suche nach Talenten, Abenteurer gehören aber nicht dazu. #Cybermobbing #Geheimdienst