Alle Stimmen sind noch nicht ausgezählt, das endgültige Ergebnis steht noch nicht zu 100% fest - aber dass #Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird, das ist sicher. Es ist für alle überraschend, aber: Er hat eine große Mehrheit der Wahlmänner hinter sich gebracht und die Wahl eindeutig gewonnen. Aber was hat ihn dort hin geführt? Und was kann die deutsche Politik daraus vielleicht sogar lernen?

Donald Trump wurde bis zuletzt von vielen belächelt, ein Wahlsieg wurde praktisch nicht für möglich gehalten. Aber "The Donald", wie er sich selbst gerne nennt, hat uns alle eines Besseren belehrt. Der Grund für seinen Erfolg liegt mit Sicherheit zum Einen darin begründet, dass Hillary Clinton eine einmalige Schwächephase erlebte, nachdem das FBI so kurz vor der Wahl die Ermittlungen wegen der E-Mail-Affäre noch einmal aufnahm. Doch auch Trump hatte mehr als genug Skandale auf seiner Seite - daran kann es nicht liegen.

Rein sachlich gesehen ist ihm Clinton auch programmatisch um Lichtjahre voraus. Trumps einzige Pläne bestehen darin, Mauern zu bauen und Illegale rauszuwerfen - so kann man die Probleme eines Landes nicht lösen.

Was Trump geleistet hat, ist etwas gänzlich anderes. Er hat denen, die sich benachteiligt fühlen, das Gefühl gegeben, verstanden zu werden. Der durchschnittliche weiße Amerikaner, der hart arbeitet und doch immer weniger Geld zur Verfügung hat, hat vielleicht mal die Demokraten gewählt, wegen der sozialen Projekte und wirtschaftlichen Hilfen, die Demokraten immer wieder versprochen haben. Und obwohl sich die Wirtschaft unter Obama erholt hat - die Staaten, denen es seit Obama besser geht, haben mehrheitlich für Clinton gestimmt - kommt der neue Wohlstand nur an der Wall Street und im Silicon Valley an, nicht in Missouri oder dem mittleren Westen. Viele Menschen sind unzufrieden mit "der Politik", und wenden sich unorthodoxeren Kandidaten zu.

Wie Trump.

Der Trump, der über Jahre das Image des brillianten und exzentrischen Geschäftsmannes gepflegt hat. Der in New York in seinem eigenen gigantischen Wolkenkratzer residiert. Der seinen Wahlkampf selbst bezahlt. Der davon spricht, Amerika wieder groß zu machen. Der Schuldige präsentiert, und Protektionismus fordert, um den US-Arbeiter wieder zu stärken. Der außenpolitisch Stärke demonstriert. Es ist egal, ob dieser Mann ein paar schmutzige Geschichten im Keller hat. Hauptsache, nicht wieder einen Mainstream-Polit-Präsidenten.

Es ist nicht gesagt, dass Donald Trump ein schlechter Präsident wird. Er ist eine Wundertüte, und das macht den meisten Medienvertretern und Politikern Angst. Bei ihm kann alles passieren - totale Annihilation allen Lebens oder Wohlstand in den USA.

Aber auch wir in Deutschland sollten uns eine Scheibe davon abschneiden. Nicht von der simplen, hetzerischen Rhetorik seines Wahlkampfes. Sondern gerade von der Mentalität, die Trump zeigt - es ist wieder ein "Wir schaffen das", nur ganz anders formuliert. Aber Trump ist ein Geschäftsmann - ein Geschäftsmann, der sehr viel Erfolg hatte. Kein professioneller Politiker. Vielleicht ist es wichtig, dass auch einmal Menschen an die Macht kommen, die keine professionellen Politiker sind und eine andere Perspektive auf die Welt haben. Und trotz aller Protestparteien - so jemand fehlt Deutschland gänzlich. #Protestwähler #Wahlen