Das Jahr #2017 wird das Jahr der extremen Weichenstellungen für Europa wie kaum ein anderes jemals zuvor. Niemand weiß, welche Überraschungen die nächsten zwölf Monate bringen, doch manche Themen sind bereits heute gesetzt.

Deutschland

Die Flüchtlingskrise von 2015 hält unvermindert an. Es entscheidet sich im kommenden Jahr, ob Deutschland die Kraft und den Mut aufbringen wird, alle illegal Eingewanderten schnell und zügig nach Hause zu befördern. Klappt das nicht, wird sich Deutschlands Gesicht für immer verändern. Die Bundestagswahl, wichtige Landtagswahlen und die Abstimmung über Frank-Walter Steinmeier als nächster Bundespräsident stehen unter diesem Eindruck.

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Wird die AfD gewinnen? Wird es für gewöhnliche Koalitionen im Bundestag reichen? Deutschland steht am Scheideweg.

Großbritannien

Das Vereinigte Königreich wird den Brexit-Prozess zur Scheidung von der EU einleiten müssen, wenn die Regierung in London nicht den Volkswillen ignorieren will. Premierministerin Theresa May steht unter immensem Druck von allen Seiten. Die EU-Befürworter wollen einen Verbleib durch die Hintertür erreichen und den harten Brexitern geht alles nicht schnell genug. Und dann wären da auch noch die Schotten, die einen Sonderdeal mit der EU verlangen und wieder einmal mit Abspaltung drohen. Heikle Umstände, Theresa May ist nicht zu beneiden.

Italien

Die Verfassungsreform gescheitert, das Land reformunwillig mit taumelnden Banken. In der Finanzwelt ist Italien derzeit das Angstthema schlechthin.

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Wird die fragile italienische Regierung das Bankensystem unter Kontrolle halten und die Wirtschaft ankurbeln können? Und wie will man mit den Flüchtlingen aus dem Mittelmeer weiter umgehen? Es stehen wirre Zeiten an in Rom.

Griechenland

Pleite wie eh und je hat es der linksradikale Premierminister Alexis Tsipras tatsächlich geschafft, Griecheland im Euro zu halten und die anderen Nationen den "Greek way of life" finanzieren zu lassen. Trotzdem bewegt sich das Land in Sachen Lebensstandard und Entwicklung immer weiter weg von der EU und ist im Grunde kein Land der "Ersten Welt" mehr. Werden die Griechen sich in diesen Umständen einrichten und wie geht Athen mit der Flüchtlingsfrage um? Auch hier: nur Chaos.

Frankreich

Eines steht heute schon fest: der amtierende Präsident Francois Hollande wird nach den Wahlen 2017 nicht mehr im Amt sein. Der Totalversager auf dem Sessel des Staatsoberhauptes hat sein Scheitern anerkannt und verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Vermutlich ist dies die größte Leistung seiner gesamten politischen Karriere, denn Frankreich geht es finanziell, wirtschaftlich und sozial schlecht.

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Die Frage wird nur sein, ob Marine Le Pen vom Front National Präsidentin wird. Denn dann wäre die EU wirklich Geschichte.

Osteuropa

Im Zangengriff zwischen der Ukrainekrise, dem Flüchtlingsdrama, Ängsten vor Russland und einer zunehmenden Abscheu gegenüber der Europäischen Union werden sich die osteuropäischen EU-Nationen sich immer weiter weg von "Brüssel" positionieren und die EU an ihrer Ostflanke mit grundsätzlichen Fragen konfrontieren. Polen, Ungarn und andere sagen der liberalen Demokratie westeuropäischer Prägung ade und steuern in eine unklare #Zukunft. Die deutschen Medien berichten darüber einseitig, doch die Osteuropäer meinen es ernst mit ihren Bedenken. Von dort kann 2017 manche Überraschung kommen. Falls es in Österreich vorgezogene Neuwahlen geben sollte, wird die EU auch in der Alpenrepublik ein "blaues Wunder" erleben, durch einen Sieg der nationalliberalen "blauen" FPÖ.

Spanien

Mit einer wackeligen Minderheitsregierung, weiterhin klammen Banken, immer aggressiveren Separatisten und atemberaubend schlimmen Arbeitslosenzahlen ist Spanien einer der Vulkane Europas, der jederzeit ausbrechen kann. Es ist völlig unklar, wie lange sich die aktuelle konservative Regierung im Amt halten kann und hinter den Gardinen warten schon die Linksradikalen, die den "griechischen Weg" gehen wollen.

Es bleibt spannend in Europa. Blasting.News wird berichten. #Schicksal