Gibt es endlich die ersehnte Wende in Aleppo? Die Außenbeauftragte der Europäischen Union (EU) Federica Mogherini rief die Russische Föderation und die Islamische Republik #Iran dazu auf, die Situation der Zivilbevölkerung im völlig zerstörten #Aleppo nicht zu vergessen. Wie die Nachrichtenagentur IRNA berichtet, hat sie dem Außenminister Iran, Mohammad Djawad Zarif telefonisch mitgeteilt, dass der Umgang mit den Menschen in der seit Wochen unter Beschuss liegenden nordsyrischen Wirtschaftsmetropole "absolut inakzeptabel" sei. Iran bildet zusammen mit #Russland und den syrischen Regierungstruppen eine Allianz zur Befreiung Aleppos aus den Händen islamistischer Milizen.

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Dieser Kampf wird aus der Luft und am Boden mit äußerster Brutalität geführt. Selbst zivile Einrichtungen wurden unter Beschuss genommen, weil sich bewaffnete Milizen darin verschanzt hatten. Indes hat Irans Staatspräsiden Hassan Rohaní am Mittwoch den Syrern als Ganzes und der Regierung unter Präsident Assad anlässlich der Rückeroberung Aleppos gratuliert. In einem Telefonat sagte der iranische Präsident der Nachrichtenagentur Pars zufolge: "Als eine menschliche und islamische Pflicht steht Iran dem befreundeten und brüderlichen syrischen Volk stets zur Seite und hilft den vom Krieg betroffenen Menschen und Flüchtlingen. Die Unterstützung der Bannerträger des Anti-Terrorismus ist unsere Pflicht".

Irans Präsident gratuliert Assad!

Aus der Sicht Russlands und Irans ist der Sieg in Aleppo und die Befreiung der Stadt aus den Händen unüberschaubarer islamistischer Milizen ein immenser Erfolg, sowohl militärisch wie auch propagandistisch.

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Der iranische Staatspräsident kündigte laut Pars ferner an, jetzt auch humanitär einzugreifen und das Leid der in der Stadt verbliebenen Menschen mit Waren und medizinischer Hilfe zu lindern. Der Präsident Syriens, Bashar al-Assad zeigte im Gespräch mit seinem iranischen Kollegen Dankbarkeit. Dass das iranische Volk und die iranische Führung Syrien "in schwierigen Zeiten zur Seite" standen, "werden wir nie vergessen".

Beginnt die Rettung?

Erste konkrete Maßnahmen und Bergung von Opfern laufen offenbar seit der Mittagszeit des 15.12., wie das Rote Kreuz sein islamisches Pendant "Roter Halbmond" mitteilen. "Als erstes werden die Verwundeten, die Kranken und dann die Aktivisten und Journalisten abtransportiert", meldet Spiegel Online unter Berufung auf Fares al-Shehábi, der Mitglied des Parlaments der Republik Syrien sei. Danach werde man sich um die restlichen Terroristen "kümmern", die noch am Leben seien, meldet IRNA. Der russische Generalstabschef Valerij Gerassimov gab über die russische Nachrichtenagentur Interfax bekannt, etwa fünftausend Kombattanten mit Familien hätten damit begonnen, aus Aleppo abzuziehen.

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Man habe dafür einen gut 20 Kilometer weiten Korridor geschaffen.

Obama und die USA? Gedemütigt!

Völlig ohnmächtig und ohne jeden Einfluss auf das Geschehen, appellieren westliche Politiker an die siegreiche Ostallianz aus Russland, Iran und syrischer Armee, Milde walten zu lassen und im Sinne der Humanität zu handeln. Sowohl die USA, die EU als auch die Türkei sind in den vergangenen Wochen und Monaten von der Macht und Effizienz der militärischen Schlagkraft der Ostallianz überrascht worden. Sie mussten mit ansehen, wie Russland und der Iran Fakten geschaffen haben, wo die USA unter der Führung von Barack Hussein Obama nur herumdilettiert und dem Westen einen nachhaltigen Ansehensverlust beschert hat. Syriens Präsident Assad hat jedoch dem gewählten US-Präsidenten Donald Trump angeboten, in Zukunft das Verhältnis mit den USA wieder zu normalisieren, sobald Obama und seine Mannschaft das Weiße Haus verlassen haben. "Ein Gesichtsverlust erster Klasse war das, den Obama dem Westen in Syrien durch völlige Unfähigkeit zu jeder Art von Vernunft zugefügt hat", wertete ein Kommentator der iranischen Ausgabe der Zeitung Kayhan den Ausgang in Aleppo und die Wende im syrischen Bürgerkrieg.