Noch residiert Barack Hussein Obama im Weißen Haus zu Washington. Der neue Präsident Trump wird erst im Januar vereidigt, bastelt allerdings schon fleißig an seinem neuen Regierungsteam. Wie erwartet, wird es sehr rechts, sehr unorthodox und sehr überzeugt von sich sein. Aber dafür haben die Amerikaner #Donald Trump schließlich gewählt, also passt das so. Interessant ist etwas anderes.

Der Trump-Effekt

Noch bevor der 45. US-Präsident Donald Trump seine Amtgeschäfte im Januar aufnehmen wird, geschieht etwas ganz Wunderbares. Als würde sich eine Smogglocke heben und ein frischer Wind durch das Land wehen, verschwindet seit der Wahl Tag für Tag ein Stück mehr #Political Correctness.

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Plötzlich kann man wieder die Dinge beim Namen nennen. Nicht, um Mitmenschen zu beleidigen oder andere zu diskriminieren. Aber ein illegaler Immigrant ist nun einmal ein illegaler Immigrant und kein "unregistrierter Einwanderer". Genauso wie ein Sonderschüler ein Sonderschüler ist und nicht "speziell begabt".

Dinge zu benennen hilft dem Wandel

Hillarys Fans schauen fassungslos zu, wie ihnen die Deutungshoheit entgleitet. Und das ist auch gut so. Die Political Correctness war wohl gemeint, als sie von den Universitäten kommend schleichend gesellschaftsweit eingeführt wurde. Es ist völlig in Ordnung, dass weder Afroamerikaner noch Schwule noch Mormonen beleidigt werden wollen, und früher ging es wirklich rüpelhaft zu. Da konnte ein Chef locker mal sagen, "nein, einen Krüppel wie Sie stelle ich nicht ein".

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Insofern war die Political Correctness in ihrer ersten Phase so etwas wie ein Knigge für das aufziehende 21. Jahrhundert und damit eine gute Sache. Aber dabei sollte es nicht bleiben.

Sie wurde zur Keule

Findige Vordenker auf der linken Seite des politischen Spektrums hatten nämlich schnell verstanden, welch gigantische Chance sich ihnen bietet, wenn sie die Political Correctness erst für sich einnehmen und dann in ihrem Sinne ausbauen. Dass ihnen dies gelungen ist, weiß inzwischen fast jeder. Wobei die Lage in den USA diesbezüglich noch viel schlimmer war, als sie in Deutschland jemals werden wird. Politische Kommunikation war in den USA zum reinsten Laufen auf rohen Eiern geworden, grauenhaft. Aber auch in Deutschland sind den Linken riesige Siege gelungen, und damit meine ich nicht die Verbannung des Zigeunerschnitzels von den Speisekarten.

Alle gegen Rechts

Haben Sie schon bemerkt, dass man in Deutschland "links" sein darf, aber nicht "rechts"? Das liegt einfach daran, dass der Begriff politisch "rechts" geschickt mit "rechtsradikal" fusioniert wurde.

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Dabei meinte früher "rechts" einfach "konservativ", also etwas völlig Harmloses und nicht des "Führers" Wiederauferstehung. Das wurde umdefiniert und zack war "rechts" ganz "böse". Ein Megasieg für die Linke und ein undemokratischer Exzess der Political Correctness. Genau solche Dinge lösen sich seit Donald Trumps Sieg hier in den USA auf wie Eis in der Frühlingssonne - und es ist wunderbar.

Endlich wieder Klartext

So wie die Idee der Political Correctness mit einiger Verzögerung aus den USA nach Deutschland geschwappt ist, so wird sich deren Ende hoffentlich auch bald in Europa breit machen. Schon lange war es nicht mehr so bitter nötig, Klartext miteinander zu sprechen, beidseits des Atlantiks. Die westlichen Gesellschaften stehen vor dermaßen heftigen Herausforderungen, dass man sich den Luxus einer Eiertanzsprache nicht mehr leisten kann. Wir müssen wieder lernen, Klartext miteinander zu reden, respektvoll aber deutlich. Nur so kann man zu echten Kompromissen gelangen.

Noch läuft es genau falsch herum

In Deutschland laufen die Dinge derzeit noch in die gegenteilige Richtung. Man will jetzt gegen angebliche "Fake-News" vorgehen, und kaum pfeift die Politik, erschwert Facebook das Posten. Sehr bemerkenswert, wie schnell hier reagiert wird. Vor allem fragt man sich, wo der Begriff "Fake-News" plötzlich herkommt. Egal, wie dem auch sei. Der Wind wird sich auch in Deutschland drehen. Und dann reden wir Klartext. #Barack Obama