Welche dramatischen Folgen eine Fehlbesetzung haben kann, sieht man derzeit in Person des Chefs der EU-Kommission #Jean-Claude Juncker. Der redselige Luxemburger lebt zunehmend in der fixen Idee, die #Europäische Union sei ein Staat und er ihr Präsident. So mischte er sich nach Agenturmeldungen auch direkt nach dem Berliner Attentat in die deutsche Flüchtlingspolitik ein. Wörtlich sagte er der Funke Gruppe: "Europa muss den Menschen, die aus den Kriegsgebieten und vom Terror fliehen, Zuflucht bieten. (...) Hass und Terror haben keine Religion, kein Geschlecht, kein Herkunftsland". Nun mag Herr Juncker mit dieser Aussage durchaus Recht haben, doch ist er weder Deutschlands Staatsoberhaupt noch dessen Regierungschef.

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Dass Juncker davon träumt, die EU zu einem echten Staat umzubauen, ebenso wie der ebenfalls umstrittene SPD-Politiker Martin Schulz, ist kein Geheimnis. Seine offene Einmischung in die inneren Angelegenheiten der deutschen Nation sind indes nur eine weitere von vielen Taktlosigkeiten eine Mannes, der den Ministerpräsidenten Ungarns schon mal vor laufenden Kameras als "Diktator" begrüßt hat und andere Politiker gerne ungefragt küsst. Jetzt versucht Juncker also auch aus dem Berlin-Attentat Kapital für seine Utopie eines europäischen Einheitsstaates zu schlagen - wie er das immer gerne tut, wenn irgendetwas schief geht. Sofort ruft er nach "europäischen Lösungen". Das scheint bei ihm schon eine Art Reflex zu sein. Der Mann ist somit entweder ein radikaler EU-Fetischist oder einfach nur taktlos.

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Vermutlich beides.

Immer mehr Brüssel?

Jetzt will er also mal wieder "mehr Europa", diesmal zur besseren Bekämpfung des Terrorismus durch die EU. Er möchte, so Informationen aus dem Hause Springer, mehr Daten im Schengen-Raum der offenen Grenzen verknüpfen, die Außengrenzen der EU besser schützen und den Feinden der EU die Geldtöpfe austrocknen. Das sind zwar alles vernünftige Vorschläge, doch dann setzt sofort die Junckersche Mehr-EU-Litanei ein. Terroristen könnten mit gesicherten nationalen Grenzen nicht aufgehalten werden, die Mitgliedsstaaten seien unfähig bei der Bekämpfung des Terrorismus und Junckers Lösung liegt, wen wundert es, in noch mehr Souveränitätsabgabe nach Brüssel an die EU.

Zu tief ins Glas geschaut?

Herr Juncker, wissen die EU-Korrespondenten in Brüssel sowie viele Medien - vom Focus über die Kronenzeitung bis zu den russischen Staatsmedien - zu berichten, ist nicht nur ein EU-Fanatiker, sondern er schaut auch sehr gerne und sehr oft sehr tief ins Glas.

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In Luxemburg, so wusste der Spiegel zu berichten, "zucken politische Weggefährten bei diesem Thema nur die Achseln", Junckers "Trinkfreude" sei "ein offenes Geheimnis". Das Lëtzebuerger Journal schrieb 2014, Juncker habe tatsächlich "kein Problem mit Alkohol, nur ohne".

Völlig verblendet?

Nur so dürfte erklärbar sein, dass dieser Mann wirklich glaubt, gesicherte deutsche Grenzen würden dieses Land nicht schützen. Hätte man die Binnengrenzen der EU-Nationen niemals abgebaut und Frau Merkel nicht den halben Nahen Osten nach Deutschland eingeladen, dann hätte es weder einen Anis Amri in Deutschland gegeben und ganz sicher keinen Terroranschlag in Berlin. Das Gleiche gilt für Paris, Madrid und alle anderen Ziele der Terrorbanden aus dem Nahen Osten.

Respektloser geht es kaum!

Was Herr Juncker betreibt, nämlich jede Krise dazu zu missbrauchen nach "mehr Europa" zu schreien, ist unangemessen, ideologisch getrieben, respektlos den Nationen gegenüber und auch wenig klug. Denn die Völker Europas nehmen diese billigen Tricks à la Juncker sehr wohl wahr und am Ende gewinnen die Populisten, weil jedem bei Verstand klar ist, dass der Euro selbst am Euro-Desaster schuld ist, so wie auch die offenen Grenzen das Flüchtlingschaos ausgelöst haben. Herr Juncker wäre - gerade weil er die EU aus unverständlichen Gründen geradezu zu lieben scheint - gut beraten, ab und zu einfach mal zu schweigen. Auch wenn es schwer fällt nach dem x-ten höher drehenden Glas. #Berlin Attentat