Ausgerechnet Jean-Claude #Juncker mischt sich in die Debatte über "#Fake News" ein. Wir hatten bei Blasting.News gerade darüber berichtet, dass der Chef der EU-Kommission sich in alles einmischt, was nicht niet- und nagelfest ist. Insofern dürfte es kaum verwundern, dass der Mann, der sich für den Präsidenten aller Europäer hält, auch in die problematische Diskussion über so genannte "Fake News" einklinkt. Erinnern wir uns. Vor acht Wochen wusste noch niemand, was "Fake News" sind, dann Gewann Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen, das Establishment war aufgeschreckt und prompt war er da der neue Begriff. "Fake News" waren angeblich Schuld am Scheitern, der von Anfang an zum Scheitern verurteilten Hillary Clinton - und dieses Schicksal wollen die europäischen, vor allem deutschen Politiker wohl umgehen. Außerdem bekommt man mit der "Fake News"-Debatte elegant das "Lügenpresse"-Problem vom Hals, weswegen sich auch die deutsche Presse (Blasting.News ist unabhängig und kommt aus der Schweiz) auf dieses Thema stürzt.

Werbung
Werbung

In Arabien hui, in der EU pfui?

Als junge Menschen mit einer Lawine an "Fake News" auf Facebook und Twitter Arabien erst geistig, dann real anzündeten und in den Untergang schoben, jubelte der Westen über den "Arabischen Frühling" als "Facebook-Revolution". Sobald manche Regierungen davon aufgeschreckt Twitter abschalteten oder Facebook drosselten, gab es einen lauten Aufschrei. Kein Facebook in der Volksrepublik China? Schande! Kein Twittern aus Teheran? Weltuntergang!

Fake News sind eine Paranoia!

Und jetzt kommen deutsche Politiker mit "Fake News" um die Ecke, fordern nach Agenturmeldungen ernsthaft Wahrheitskommissionen - da dürfen Herr Juncker und seine EU natürlich nicht fehlen. Der weinselige Luxemburger wandte sich nach Informationen der Funke Medien Gruppe und des Ersten Deutschen Fernsehens an Unternehmen aus dem Bereich Social Media mit der Forderung, etwas gegen Fake News zu tun.

Werbung

Glaubhaftigkeit sei "ihr wichtigstes Kapital". Jean-Claude Juncker habe Unternehmen wie Facebook und Google "dazu aufgerufen, konsequent gegen Falschmeldungen im Internet vorzugehen". Er erwarte dabei - wie ein Oberlehrer - "einen gewissen Ehrgeiz".

Merkel zieht alle Register!

Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hatte vergangene Woche gemeldet, Facebook sowie alle anderen sozialen Medien mittels eines neuen Gesetzes gegen Falschnachrichten und Hassbotschaften im Internet an die Kette zu legen. Geplant sei, dass Firmen wie Facebook im deutschen Rechtsraum eine Einrichtung schaffen müssen, die rund um die Uhr erreichbar zu sein habe, so die ARD. Dort sollten "Betroffene" (!), wer auch immer das ist, "Fake News" anzeigen können. Erstaunlich, ist dabei am Rande, dass kein Mensch über Wikipedia spricht, das die Realität der Menschen mehr formt als jede unglückliche Nachricht auf Facebook. Dass Wikipedia hierbei ein Problem hat, sollte bekannt sein, wenn man die Presse aufmerksam verfolgt. Doch wird ausgerechnet dieser Realitätsmacher gerne übersehen, weil er angeblich demokratisch sei.

Werbung

Ist er nicht, aber das ist den Regierenden offenbar egal. Also heißt es 'Alle gegen Facebook und Google' und alle machen mit.

Ist Juncker Alkoholiker?

Mal ganz praktisch: Was wird dann eigentlich aus Zwischenüberschriften wie dieser? Dass Junckers Freund, SPD-Schulz ein #Alkoholiker ist, das ist bekannt. Jean-Claude Junckers mutmaßliche Alkoholabhängigkeit ist - wenn auch in zahllosen Medien erwähnt - nicht durch ein Selbstgeständnis gedeckt. Ist das dann auch eine "Fake News" auf die Bußgelder von bis zu 500.000 Euro stehen sollen? Deshalb, nur für die Akten: Jean-Claude Juncker hat nach Angaben diverser Zeitungen, vor allem aus dem Zeitraum 2014, wahrscheinlich gesundheitliche Probleme mit einer Alkoholkrankheit, Kettenrauchen und einer Nierenfehlfunktion. Sowas kann die Entscheidungsfähigkeit eines Politikers beeinflussen. Prinzipiell. Nur, um das nochmal zu dokumentieren. Bald ist ja Zensur.