Am Mittwochmorgen wurde eine große #Razzia gegen die Neonazi-Szene in Dresden und Umgebung durch die Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei durchgeführt. Ziel war ab 6 Uhr ein Zusammenschluss von Rechtsextremen, welche sich „Freie Kameradschaft Dresden“ nennen. Hierbei wurden 17 unter Verdacht stehende Wohnungen durchsucht. Der CDU Innenminister Markus Ulbig begrüßte das Vorgehen der Polizei, womit man konsequent gegen rechtsextreme Strukturen vorgeht. Beschlagnahmt wurden zahlreiche Handys, welche nun sorgfältig ausgelesen werden, um mehr über die „Kameraden“ und deren interne Kommunikation zu erfahren. Insgesamt stehen 15 Männer und 2 Frauen zwischen 16 und 30 Jahren unter Verdacht, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

Hinzu kommen Straftaten wie versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch im besonders schweren Fall, Sachbeschädigungen, Körperverletzung und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Außerdem wird wegen Angriffen auf politische Gegner und Asylsuchende ermittelt sowie Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünften in Dresden, Freital und Heidenau.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft ist die Gruppe "Freie Kameradschaft Dresden" in den letzten Monaten immer wieder aktiv gewesen wie z.B. am 20. August diesen Jahres beim Dresdner Stadtfest. Hier sollen sie sich den Namen „Kleine Bürgerwehr“ gegeben und Flüchtlinge gejagt haben. Die „Kameradschaft“ gilt als Zusammenschluss von gewaltbereiten Rechtsextremen und Hoooligans aus Dresden und Umgebung. Die Mitglieder sind unter anderem auch bei der #PEGIDA aktiv unterwegs. Lutz Bachmann hat sein Vorstrafenregister ja auch erst kürzlich wieder erweitert. Mehrere Mitglieder sind kein unbeschriebenes Blatt, standen sie bereits mehrfach wegen Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und gewalttätigen Angriffen auf politisch Andersdenkende vor Gericht. Es verwundert da wenig, dass es in diesem Netzwerk auch Verbindungen zu der wegen Rechtsterrorismus angeklagten „Gruppe Freital“ geben soll. Vier Organisationen mit rechtsradikalem Hintergrund wurden in den vergangenen Jahren bereits verboten. #Neonazis