Der #Botschafter der Russischen Föderation, Andreij Karlov, wurde nach Meldungen diverser Nachrichtenagenturen beim Besuch einer Vernissage erschossen. Ein als türkischer Polizist gekleideter Mann habe dem Chefdiplomaten mehrfach in den Rücken geschossen. Alles sei in Sekundenschnelle geschehen, eine Rettung war nicht mehr möglich. Das russische Staatsfernsehen berichtet davon, dass der Attentäter Mert Altintas heisse, 22 Jahre alt sei und Mitglied einer Spezialeinheit der türkischen Polizei. Das deutsche Auswärtige Amt verurteilte das Attentat ebenso wie ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die Regierung in Moskau steht unter Schock. Der Fernsehsender RT berichtet, der Attentäter habe Parolen gerufen, die sich auf die Befreiung der syrischen Stadt Aleppo durch russische, iranische und syrische Truppen aus der Hand von Terroristen bezogen.

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Damit sei der Mord am russischen Botschafter in der #Türkei ein Racheakt für die Beteiligung der Russischen Föderation im syrischen Bürgerkrieg. Auf Fotos des russischen Fernsehens ist der Täter zu sehen, wie er seinen Zeigefinger unmittelbar nach der Tat in die Luft reckt - ein typisches Erkennungszeichen radikaler Islamisten.

Unklares Schicksal des Attentäters?

Der türkische Fernsehsender TRT berichtet von Spezialeinheiten, die zum Attentatsort geeilt seien. Über das weitere Schicksal des Terroristen liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. In jüngster Zeit gab es viele Demonstrationen in der Türkei, die sich gegen den Iran und #Russland richteten. Diese nahmen an Intensität zu, als die Streitkräfte beider Nationen, zusammen mit den syrischen Regierungstruppen, zunehmend die Oberhand in Aleppo gewannen.

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Die sunnitische Bevölkerung der Türkei hat angeblich Probleme mit der Tatsache, dass die eher schiitisch ausgerichteten Ostalliierten die nordsyrische Handelsmetropole unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Was kommt jetzt?

Auch wie sich der Mordanschlag gegen den russischen Botschafter auf die ohnehin schon angespannten Beziehungen zwischen Moskau und Ankara auswirken wird, ist noch nicht absehbar. Die letzte größere Belastungsprobe war der Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei, das im Luftraum an der türkisch-syrischen Grenze operiert hatte. Blasting.News bleibt am Thema dran.