Die Frauen können in #Köln ganz beruhigt Silvester feiern, das verkündete die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, auf der Pressekonferenz zu dem Sicherheitskonzept für die kommende Silvesternacht. Reker hatte sich direkt nach den Übergriffen bei der ersten Pressekonferenz im Januar mit erstaunlichen Tipps für Frauen einen Namen gemacht. Sie riet Frauen zum Beispiel grundsätzlich eine Armlänge Abstand zu eventuellen Grabschern zu halten und erntete Hohn und Spott für diesen realitätsfremden Rat.

Laut Reker werden in der gesamten Kölner Innenstadt, ausdrücklich nicht nur auf der Domplatte, diesmal 600 Polizeibeamte vor Ort sein und es soll Anlaufpunkte für eventuelle Opfer geben.

Werbung
Werbung

Die Domplatte werde durch eine Absperrung in soweit gesichert, dass an den Zugängen die Besucher auf Pyrotechnik kontrolliert werden, jegliches Feuerwerk sei dort verboten.

Reker will Kriminalität mit Kunst bekämpfen

Der Lichtkünstler Philipp Geist soll auf der Domplatte-West und dem Roncalli-Platz eine Bodeninstallation mit "abstrakten Begriffen und Wörtern" zeigen, auch die Außenfassade des Römisch-Germanischen-Museums soll zur Kunstfläche werden. In die Begleitmusik werden ein Gospelchor und sogar die Domglocken mit einbezogen. Kurator Helmut M. Bien hofft, die Domplatte werde so "von einem Angst-Raum zum Lichtraum".

Polizeipräsident Köln Jürgen Mathies erklärte, Ziel sei es, das Bild der "schönen Stadt Köln wieder gerade zu rücken". "Ich vergesse persönlich nicht die vielen Frauen, die unter den traumatischen Erfahrungen leiden.

Werbung

Es verursacht in mir Mitgefühl und Wut. Wir werden als Polizei alles daran setzen, dass die Menschen den Ausklang des Jahres sicher auf den Kölner Plätzen und Straßen feiern können."

Brückensperrungen, Kontrollen, Verkehrslenkungsmaßnahmen

Zunächst habe es eine interne Überprüfung für Großveranstaltungen gegeben, die Stadt Köln sei als Veranstalter eingesprungen, für Ereignisse, bei denen es keine Veranstalter gebe. "Bei Großdemonstrationen mit bis zu 40 000 Demonstranten, hat sich der Erfolg schon gezeigt."

Insgesamt sollen über 900 Beamte mit fünf Hundertschaften vor Ort sein, der Notruf 110 soll verstärkt werden. Dreierteams sollen den Streifendienst verrichten, deutlich erkennbar und ansprechbar sein. Lokale Schwerpunkte seien auch das Studentenviertel und die Partymeile. "Aber wir brauchen die Unterstützung von den Menschen. alle sind aufgefordert bei erkennbaren Störungen die 110 zu wählen." Desweiteren sollen die Sperrungen von zwei Rheinbrücken, Kontrollen und Verkehrslenkungsmaßnahmen das #Sicherheitskonzept abrunden.

Werbung

Videotechnik und Bodycams

Wolfgang Wurm, der Präsident der zuständigen Bundespolizeidirektion, erklärte: "Ich bin überzeugt, dass wir für den Einsatz gut vorbereitet sind. Natürlich wisse man nicht vorher, was einen erwarte, so Wurm. Zudem werde der Hauptbahnhof Köln wird bis Silvester mit neuester Kameratechnik ausgestattet sein. Die Streifen der Bundespolizei sollen mit Bodycams ausgerüstet sein. Kiminalpolizei soll vor Ort Anzeigen aufnehmen. #Silvesternacht