Für Frau Merkel mag es so aussehen und sie wird ja auch von allen Seiten mit Statistiken und Meinungen von sogenannten Experten versorgt. Die Steuereinnahmen sprudeln, die Wirtschaft ist im Aufschwung, sinkende Arbeitslosenzahlen. Immer und überall nur positive Meldungen von den offiziellen Seiten.

Doch wie sieht es für die Bürger tatsächlich aus?

nehmen wir mal ein paar Beispiele und schauen uns an was die offizielle Variante und was die einer Vielzahl an Bürgern ist.

Arbeitslosenquote: Die offiziellen Zahlen zeigen eine deutlich sinkende Tendenz an und das ist ja erfreulich. Allerdings wurden sehr viele Geringfügigenstellen und Teilzeitjobs geschaffen.

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Diese Menschen tauchen also nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auf, haben jedoch einen Job in dem sie nicht genug zum Leben selber verdienen können. Deshalb ist ja auch die Anzahl der Hartz IV Aufstocker sehr stark angestiegen.

Die Agentur für Arbeit bewilligt verschiedene Maßnahmen zur Qualifizierung. Auch diese Teilnehmer tauch nicht mehr in der Statistik für Arbeitslose auf (zumindest nicht für die Dauer der Maßnahme).

Also kann man nicht unbedingt von einem wirklichen - und in der genannten Höhe schon gar nicht - Sinken der Arbeitslosenzahlen sprechen, sondern es hat sich verlagert.

Mindestlohn: diese Einführung war für einige Berufsbereich wirklich wichtig. Jetzt kann man im Call Center bei Vollzeitstelle und Steuerklasse 1 ohne Provision (die nur in manchen Fällen gezahlt wird) wenigstens ein Gehalt im Bereich Armutsgrenze erlangen und nicht wie vorher das man unterhalb des offiziellen Minimums das als Pfändungsfreigrenze bei ca.

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1000 Euro monatlich lag.

In manchen Berufsgruppen zum Beispiel in der Gebäudereinigung gab es auch schon vor dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn einen tariflichen Mindestlohn. In dieser Berufsgruppe hat sich in den letzten Jahren vieles zum positiven hin verändert.

Auftragslage der Firmen: hier scheint die Kanzlerin und ihre Informanten nicht ganz in der Realität zu sein. Denn immer wieder hört man in den Medien wie Zeitung und TV von Insolvenzen und Stellenabbau bei den verschiedensten Unternehmen berichten.

  • drohender Stellenabbau bei Opel
  • Pleite bei Kaisers Tengelmann
  • Entlassungen bei VW
  • Insolvenz des großen online Reiseunternehmens

dieses sind nur einige Beispiele die in den öffentlichen Medien zu finden waren. Aufgrund der Unruhen in Syrien und so da ist in der Waffenindustrie und bei den Zuliefererfirmen eine gute Auftragslage. Aber es gibt nicht nur diese Firmen.

Viele relativ unbekannte Firmen stecken in Zahlungsschwierigkeiten. Es ist geradezu ein Sport in einigen Branchen geworden AGs zu gründen und schwer nachvollziehbare Unternehmensverpflechtungen zu bilden, die relativ schnell Insolvenz anmelden müssen und gleichzeitig als ihre eigene Tochtergesellschaft weiter macht.

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Hier sind immer die Angestellten die Leidtragenden. Unsere soziale Gesetzgebung hat zwar das Insolvenzausfallgeld, allerdings dauert es bis die Zahlungen vorgenommen werden. Die Zahlung erfolgt nur für drei Monate, auf einen Teil des Gehalts müssen die Mitarbeiter dennoch verzichten. Die Kosten laufen jedoch in gleicher Höhe weiter. Auch kann man nicht aus verschiedenen Verträgen die geschlossen wurden so schnell aussteigen. Die Firmen stellen Mitarbeiter ein obwohl sie genau wissen das sie die Gehälter nicht zahlen können. Die Unternehmen spekulieren mit den Zuschüssen die die Ämter zahlen. Meistens ist das auch das einzige Geld was der Mitarbeiter zu sehen bekommt. Hinter einen Teil seines Geldes muss er herlaufen.

Auch hört man von verschiedenen Seiten, besonders Stahlverarbeitung, das zwar keine Stellen abgebaut werden, es jedoch Einstellungsstop oder Kurzarbeit gibt.

Mehr in Teil 2 #Merkel #Hartz IV #Armut