Anis Amri (24) ist tot. Der dringend Tatverdächtige des LKW-Attentats auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist nach Auskunft des italienischen Ministers für Inneres und Sicherheit Marco Minniti im Raum der norditalienischen Metropole Milano (Mailand) während einer Schießerei mit den Ordnungskräften getötet worden. Die italienischen Behörden hätten nicht die Spur eines Zweifels, dass es sich um Anis Amri gehandelt habe. Der Verlauf habe sich so dargestellt, dass Amri von der französischen Gemeine Chambéry in die italienische Gegend um Turin gereist sei. Um etwa ein Uhr in der Nacht sei er dann etwas nördlich von Milano eingetroffen. Dort habe er sich am Hauptbahnhof von Sesto San Giovanni aufgehalten, wo die reguläre Polizei um etwa 3 Uhr in der Nacht eine Personenkontrolle durchführen wollte.

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Der Tatverdächtige, der früher schon in Italien gelebt hatte - die meiste Zeit davon im Gefängnis - habe den Polizeibeamten erklärt, dass er seine Papiere gerade nicht bei sich führe. Noch bevor die Polizisten weitere Fragen stellen konnten, habe Anis Amri eine Waffe gezogen und das Feuer auf sie eröffnet. Die Polizisten hätten dann ebenfalls zur Waffe gegriffen und zuürckgeschossen. Der junge Beamte Luca Scata (29) erschoss den #Attentäter und wurde dabei selbst angeschossen, befindet sich aber außer Lebensgefahr. Den zweiten Polizisten, Christian Movio (36) versehrte der Täter am Oberkörper, er befindet sich in medizinischer Notversorgung. Laut Fox News wurden die beiden italienischen Ordnungshüter mit exakt derselben Pistole getötet bzw. verletzt, mit der Amri am vergangenen Montag auch den polnischen Fahrer Lukasz U.

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(† 37) ermordet hatte. Die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet zudem, der mutmaßliche Terrorist habe noch laut "Allahu Akbar“ schreien können, bevor er von den Beamten zu eben jenem befördert worden sei. Für den diensthabenden Beamten Luca Scata († 29), einen jungen Berufsanfänger, kam jede Hilfe zu spät.

Wie geht es weiter?

Die italienischen Behörden haben auch deshalb keinerlei Zweifel an der Identität Amris, weil seine Fingerabdrücke ihn unweigerlich entlarvten. Einen Irrtum hält das italienische Innenministerium für restlos ausgeschlossen. Über mögliche weitere Hintermänner ist allerdings bislang nichts Genaues bekannt. Trotz der Ausschaltung des Tatverdächtigen Tunesiers gehen die Polizeiarbeiten zum Attentat in #Berlin und ganz Deutschland weiter, sagte der Innensenator des Landes Berlin, Andreas Geisel (SPD), gegenüber der Hauptstadtpresse: "Das bedeutet nicht, dass wir die Fahndungsmaßnahmen aufheben", betonte der Senator in einer Lagebesprechung des Berliner Landesparlaments. Es sei dringend zu klären, ob der Terrorist Helfer und Helfershelfer hatte sowie ob es besondere Begleitumstände gab. #Schiesserei