Warum ist es so entscheidend, wer zum Bundespräsidenten von Österreich gewählt wird? Das Amt hat mehr einen Aufsichtscharakter und keine Regierungsfunktion. Dennoch ist diese Wahl eine Weichenstellung von großer Tragweite für die weitere Entwicklung der EU. Denn klar ist: der grüne Kandidat Van der Bellen steht für ein Weiterso auf dem Weg in etwas, das man mit den "Vereinigten Staaten von Europa" recht gut beschreiben kann. Also eine immer weitere Verschiebung von nationaler Souveränität nach Brüssel zur EU-Kommission.

Grün oder blau?

Der nationalliberale Hofer von der freiheitlichen FPÖ würde diesen Weg mit seinem Vetorecht stoppen oder zumindest massiv bremsen.

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Unter Hofer fänden die EU-kritischen Nationen in Mitteleuropa zusammen. Polen, die Slowakei, Tschechien, Ungarn und Slowenien sind schon eine Weile auf diesem Kurs. Würde Österreich dazustoßen, wäre das von erheblicher Bedeutung. Vor allem, wenn Frankreich 2017 an die ultrarechte Le Pen fällt und die Niederlande an die Rechtsliberalen um Geert Wilders.

Europa an der Wegscheide!

Wie man dazu steht, das ist jedem überlassen. Fakt ist jedoch, dass es eine dramatische Wegscheide ist, an der die Europäische Union steht - zumal jetzt nach dem Brexit. Da hilft kein Wegducken und kein Aussitzen, bei dieser Frage muss man Farbe bekennen. Entweder man will ein verschmolzenes Brüssel-Europa oder eine lockere Union souveräner Staaten. Noch ist der letzte Schritt nicht getan und die Europäer, allen voran die deutschen Zahlmeister Europas, müssen ein Recht auf ihre Stimme dabei haben.

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Die verpasste Chance der FDP!

Ganz beiläufig sei erwähnt, dass die deutsche #FDP 2013 auch deshalb im hohen Bogen aus dem Bundestag geflogen ist, weil ihre - in jeder Umfrage nachweislich - europakritische Wählerschaft erwartet hatte, dass sich die deutschen Liberalen gegen die zügellose EU- und Eurorettungspolitik stellen würden. Hätte sie das getan, sie wäre wohl über 20% geschossen und die AfD hätte es niemals geben müssen. Welch dramatisch verpasste Chance! Wie eine Partei dermaßen mutwillig und ignorant am Willen ihrer eigenen Wählerschaft vorbeiregieren konnte, wird wahrscheinlich ewig ein Rätsel bleiben.

Eine echte Schicksalswahl!

In Österreich ist mit der FPÖ eine nationalliberale Partei etabliert und es geht am Sonntag auch nicht nur um die Frage, ob ein "Rechter" oder ein "Grüner" zum Staatsoberhaupt gewählt wird. Es geht um die viel wichtigere Frage, wie es die Österreicher mit der Zukunft der EU halten. Ob es der deutsche Weg der immer engeren Union sein soll oder aber das mitteleuropäische Modell eines lockeren Staatenverbundes.

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Die österreichische Präsidentschaftswahl ist deswegen auch eine Volksabstimmung über die Zukunft der Europäischen Union.

Felix Austria!

Deswegen mischen die Brüsseler Eliten hinter den Kulissen auch so heftig mit im österreichischen Wahlkampf und schicken Stoßgebete gen Himmel, dass der grüne Van der Bellen gewinnt. Doch das letzte Wort haben erfreulicherweise die Österreicher selbst. Anders als in Deutschland, wo keine der etablierten Parteien der EU kritisch gegenübersteht, haben die Österreicher am Sonntag also das Wort. Felix Austria, glückliches Österreich, wie es 1364 seit Herzog Rudolf IV heißt! #Norbert Hofer #FPÖ