Beunruhigende Neuigkeiten im Fall des Terroranschlags von #Berlin. Nach Agenturberichten sucht die Polizei im gesamten Bundesgebiet einem möglicherweise tunesischen Islamisten namens "Anis A.". Allerdings kann er sich auch mit anderen Identitäten ausweisen, weil er offenbar mehrere Pässe bei sich hat. Er soll jedoch zwischen 21 bis 23 Jahre alt sein und zum harten Kern der Islamistenszene gehören. Der Tunesier hätte eigentlich schon längst aus dem Land geschafft sein sollen, weil seinem Asylantrag nicht stattgegeben wurde, so der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD). Allerdings sei die Rückführung in sein Heimatland gescheitert, weil es Probleme mit den Ausweispapieren gegeben habe.

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Die SZ berichtet unter Hinweis auf den Bundestagsinnenausschuß, dass der Verdächtige sogar kurze Zeit in Abschiebehaft war, allerdings wieder laufen gelassen wurde. Die Sicherheitsorgane hätten so NRW-Minister Jäger, ihr Wissen über den Mann zuletzt vergangenen Monat im "Terrorabwehrzentrum" geteilt. Warum er dennoch weiterhin unbehelligt durch Deutschland reisen und einen Terroranschlag planen könnte, ist indes unklar. Die Fahnder seien dem Tunesier aufgrund seiner zurückgelassenen Ausweise im Führerhaus des LKW auf die Schliche gekommen.

Viele Hinweise und noch mehr Fragen!

Die Sicherheitskräfte arbeiten gegenwärtig hunderte von Tipps ab, die sie aus der Bevölkerung bekommen haben. Man sei, so die Ermittler, durchaus zuversichtlich, nicht nur den Verantwortlichen, sondern auch seine Hintermänner zu finden, der zwölf Menschen mit einem gekaperten LKW ermordete und den aus Polen stammenden Fahrer Lukasz U.

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(37) mit Messerstichen und einer Pistole hingerichtet hat. Ein Vertreter des Bundes Deutscher Kriminalbeamter sagte gegenüber den Springer Medien: "Viele Dinge können wir jetzt nicht verraten. Aber wir haben sehr viele Ansatzpunkte, viele Zeugen, viele Vernehmungen, DNA-Spuren, Fingerabdrücke, Telekommunikationsspuren. Da habe ich großes Vertrauen in die Polizei in Berlin und in das BKA."

War es der IS oder ein Einzeltäter?

Noch nicht ganz klar ist, ob die Terrorgruppe "Islamischer Staat" als Ganzes den Anschlag in Auftrag gegeben hat, oder ob der jetzt Verdächtige ein radikalisierter Einzeltäter. Die offiziellen Stellen gehen nach Berichten des Senders PHOENIX allerdings von einer Auftragstat aus und die Nachrichtenlage in Hinblick auf eine koordinierte Tat verdichtet sich zunehmed. Die Unterschiede wären ohnehin nur feiner Natur, weil der "Islamische Staat" zu Attentaten mit Fahrzeugen aufgerufen hatte.

Das Bundeskriminalamt wurde digital angegriffen!

Gegen Mittag deutscher Zeit wurde zudem bekannt, dass jene Webseite des Bundeskriminalamtes, auf der Terror-Hinweise melden können, gehackt wurde.

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Es habe einen gezielten Angriff, berichtet die Funke Mediengruppe. Betroffen ist die Webseite www.bka-hinweisportal.de, wo Bürger Daten und Dateien zur Beweissicherung hochladen können. Gestern sei dieses Portal das Opfer eines DDos-Angriffs geworden und damit außer Gefecht gesetzt gewesen. Sofortiges Eingreifen habe dieses Problem gelöst.

Maximale Wachsamkeit ist erforderlich!

Ganz so entspannt sehen Insider der deutschen Organe diesen Vorfall allerdings nicht. Denn diese Attacke könnte Teil einer größer angelegten Aktion sein, was dafür spreche, dass Deutschland derzeit noch nicht im Zustand nach dem #Attentat angekommen ist, sondern sich noch inmitten einer Terrorwelle befinden könnte. So wie auch die Behörden, raten Terrorexperten den Deutschen, ruhig zu bleiben - aber maximal wachsam und das bundesweit.

Merkwürdigkeiten?

Auf eine weitere Merkwürdigkeit weisen die Terrorexperten des Thinktanks SCPS ebenfalls hin: auch einer der Terroristen beim Anschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo hatte seine Papiere im Tatfahrzeug zurückgelassen. Ob eine Wiederholung dieses Umstandes reiner Zufall ist oder eine wie auch immer geartete Bedeutung hat, darüber gibt es keinerlei belastbare Erkenntnisse. #Terrorismus