Der deutsche Präsident #Joachim Gauck hat in Sachen #Syrien klare Worte gefunden. Ohne Russland und Iran beim Namen zu nennen, kritisierte das Staatsoberhaupt, dass die syrische Regierung unter Präsident Assad und seine Alliierten den Bewohner des Landes, insbesondere jenen in der nordsyrischen Handelsmetropole Aleppo, schlimme Schmerzen beigebracht hätten. Gegenüber dem Tagesspiegel gab das deutsche Staatsoberhaupt nachdenklich zu Protokoll, dass nicht nur die Kriegsparteien, sondern die gesamte Weltgemeinschaft in diesem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land komplett gescheitert sei. Das müsse künftig besser werden. Man konnte den deutschen Präsidenten so verstehen, dass er einen Zusammenbruch vieler menschlicher und zivilisatorischer Werte in Teilen des Nahen Ostens sieht und er die Verantwortlichen, die diese missachtet haben, gerne der Gerechtigkeit zugeführt sähe.

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Selbstverständlich äußerte sich der #Bundespräsident in diplomatischeren Worten, doch war seine Botschaft unüberhörbar. Joachim Gauck betonte, in der fast komplett zerbombten nordsyrischen Metropole hätten alle möglichen Gruppen und Staaten das Völkerrecht auf das Gröbste mißachtet.

Gauck kritisiert Assad-Regierung!

Der Präsident zeigte insbesondere ein tiefes Unverständnis für die Regierung Assad. Statt das eigene Volk vor Ungemach zu schützen, habe die syrische Regierung im eigenen Land Krieg geführt. Dies sei ein Ausdruck einer Welt, die dringend mehr Struktur und Regeln brauche, die dann auch eingehalten werden, weil die Alternative jene Katastrophen seien, die man derzeit in Syrien beobachten müsse.

Frieden ist nicht selbstverständlich!

Die Deutschen dürften sich dagegen glücklich schätzen, so der Bundespräsident, dass sie seit 1945 ohne Krieg im eigenen Land und in einer langen Phasen stabilen Wohlstands leben können.

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Bis auf die noch selbst betroffene Seniorengeneration, habe in Deutschland niemand Krieg, Hunger und dergleichen erlebt. Dies sei keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Allerdings habe diese eigentlich schöne Tatsache eine Nebenwirkung. Gerade bei bei den sehr jungen Menschen könnte ein Eindruck entstanden sein, dass "Sicherheit und Unbesorgtheit etwas Selbstverständliches" wären, so der Bundespräsident in einer seiner früheren Reden. Deswegen würde es ihn nicht wundern, dass viele Bürger irritiert und verängstigt seien, dass Kriege so nah am eigenen Land stattfänden. Schon vor einigen Wochen hatte Präsident Gauck daher auf mehr Verteidigungsbereitschaft der Deutschen gepocht - nicht um Unfrieden in die Welt zu tragen, sondern um den Frieden zu bewahren.