ERIN ist die Abkürzung für European Reintegration Instrument Network. Es wurde von der EU ins Leben gerufen, um Einwanderern die Rückkehr und Reintegration in ihre Herkunftsländer zu erleichtern.

Nicht alle bekommen Geld

Dieses Hilfsprogramm gilt jedoch nur für Menschen, die aus folgenden Staaten hierher kamen: Afghanistan, Indien, Iran, Irak/ARK, Irak/Central, Marokko, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation (nur Tschetschenien), Somaliland, Sri Lanka und der Ukraine. Die Westbalkanländer sind von der Hilfe ausgeschlossen, um keinen Anreiz für diese Menschen zu bieten, nach Deutschland zu kommen, um sich die Gelder zu sichern. Für Kosovaren gibt es jedoch ein eigenes Projekt für ihre Rückkehr namens URA2.

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Begünstigte dürfen nie wieder nach Deutschland einreisen

Ansonsten muss es sich um Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz handeln, um anerkannte #Flüchtlinge, Opfer von Zwangsprostitution oder Menschenhandel oder andere Ausländer, mit einem Aufenthaltsrecht aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen. Wer in Genuss der Gelder kommen will, muss eine Erklärung abgeben, dass es eine freiwillige Ausreise ist und er dauerhaft nicht wieder nach Deutschland einreist. Außerdem muss er nachweisen, dass keine Eigenmittel für eine Rückkehr bzw. Weiterwanderung vorhanden sind.

Kopfgeldprämie für freiwillige Ausreise und noch mehr

Jeder freiwillig Ausreisende bekommt bis zu 2000 Euro Prämie, minderjährige bis zu 600 Euro. Dazu können Reisekosten übernommen werden bzw.

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Benzinkosten bis zu 250 Euro. Für Kosovaren ist der Leistungsumfang durch das URA2 Programm wesentlich umfangreicher. Sie können ein Überbrückungsgeld von 50 Euro beantragen, einen monatlichen Mietkostenzuschuss von bis zu 600 Euro, Existenzgründungshilfe von 3000 Euro für besondere Geschäftsideen, des weiteren die Übernahme von Ausbildungskosten und einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten während der Ausbildung, die Bereitstellung einer Schul-Grundausstattung, Nachhilfeunterricht für schulpflichtige Kinder und Jugendliche und noch einiges mehr.

Wer zahlt das alles?

Die Europäische Union trägt 90 Prozent der Programmkosten. Die weiteren Kosten sowie die Reintegrationshilfen für Rückkehrende tragen die ERIN-Partnerstaaten. Sprich, die Steuerzahler. #Asyl #Geld