Der mutmaßliche Terrorist von Berlin, der Tunesier Anis Amri (24), ist zwar von deutscher Seite noch nicht offiziell für tot erklärt worden, hier steht die Stellungnahme des Generalbundesanwalts noch aus, aber der italienische Innenminister Marco Minniti hat diese Information bestätigt. Um 3 Uhr in der Nacht soll #Amri von der italtienischen Polizei erschossen worden sein, seine Identität sei durch Fingerabdrücke bestätigt.

Laut Minniti war hatte sich Amri mit einer Schusswaffe gegen eine Polizei-Kontrolle gewährt und wurde bei einem darauf folgenden Schusswechsel getötet. Ein junger Polizeibeamter sei dabei verletzt worden.

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"Ich habe mich bei ihm persönlich bedankt und ihm baldige Genesung gewünscht." Der Innenminister habe dem Beamten frohe Weihnachten gewünscht und werde dem Mann auch einen persönlichen Besuch abstatten.

Gentiloni unterrichtete Merkel persönlich

Auch Paolo Gentiloni, italienischer Regierungschef, zeigte sich mit dem Sicherheitskonzept und den Sicherheitsbeamten seines Landes zufrieden: "Was heute nacht passiert ist, kann unsere Bürger beruhigen. Der Staat ist da und Italien ist da." Am Vormittag habe er Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich unterrichtet.

Auf der Bundespressekonferenz hielt sich Tobias Plate, ein Sprecher des Bundesinnenministeriums, auffällig bedeckt, wehrte fast alle Nachfragen ab. In Deutschland seien knapp 550 "Gefährder" bekannt, dazu kämen rund 300 "relevante Personen".

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Geht auf sein Konto ein weiterer Mord?

Nach der aktuellen Informationslage sieht es so aus, als wenn Amri über Frankreich nach Italien gereist ist, bei ihm soll ein entsprechendes Bahnticket gefunden worden sein. Demnach hat er trotz Fahndung mindestens zwei Grenzen im Schengenraum übertreten. In Italien soll der 24-Jährige vor seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 2015 jahrelang gelebt haben, er soll dort unter anderem wegen Brandstiftung inhaftiert gewesen sein.

Unter Umständen soll auf Amris Konto eine weitere grausame Tat gehen: Die Hamburger Polizei prüft, ob der Tunesier für den Mord an einem 16-Jährigen verantwortlich sein könnte. Es soll eine große Übereinstimmung mit einem erstellten Phantombild geben. #Berlin #Terrorist