Die Bilder aus #Berlin nehmen einem den Atem. Das Bild, von dem Augenzeugen berichten, es ist bedrückender als jede Fernsehaufnahme und jedes Pressebild. Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln liegt noch in der Luft, doch zwölf unschuldige Menschen leben nicht mehr, etwa fünfzig sind versehrt, mindestens 18 von ihnen schwer. Jene, die ein Terrorist mit einem Sattelzug überfahren hat sind teilweise kaum identifizierbar. Und ja, es war wohl wirklich ein Terroranschlag. Davon geht die Polizei aus. Schon gestern deutete alles auf ein #Attentat nach dem Vorbild von Nizza hin. In der südfranzösischen Stadt war im Sommer ebenfalls ein LKW durch ein Volksfest gerast und hatte auf einer Strandpromenade Tod und Entsetzen hinterlassen. Auch aus Israel kennt man diese Art von Anschlägen nur zu gut. Der Sicherheitsexperte Steven Ernst sieht "im Umfunktionieren von Alltagsgegenständen" zur Waffe sogar eines der größten Probleme des globalen Terrorismus.

Mitten ins Herz!

Das perfide am Berliner Anschlag war, dass er Deutschland in seinem Herzen getroffen hat. Wo ist Deutschland deutscher als auf einem Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in der Bundeshauptstadt? Der oder die Täter haben diesen Ort deshalb sicher nicht zufällig gewählt. Es sollte ein Stich in das werden, was den Deutschen lieb und teuer ist - und es gelang. Auch das spricht gegen eine reine Amokfahrt oder gar einen Unfall, wie politisch überkorrekte Politiker dem erschrockenen Volk zunächst als reale Option verkaufen wollten. Zu exakt war der Schnitt in jenen symbolischen Ort der Tradition, an dem man mit alten Freunden das Jahr bei Wurst und Glühwein friedlich ausklingen lässt. Allenfalls eine Amokfahrt wäre theoretisch noch möglich, aber aus Ermittlerkreisen hört man, dieser Gedanke sei mehr Wunsch als Wirklichkeit

Alle rätseln über den Hergang!

Wer war der Täter? Es wurde zwar ein Mann (23) gefasst, doch die Bundesanwaltschaft rudert schon wieder zurück. Man kann getrost von wirren Verhältnissen sprechen, die derzeit Berlin dominieren. Steven Ernst vom New Yorker Thinktank SCPS International hat gute Beziehungen zu den Behörden. Er sagt, Stand Dienstagabend, dass man sich polizeiintern sicher sei, nicht den Täter verhaftet zu haben. Der Terrorist könne sogar weiterhin mit Bewaffnung in Berlin unterwegs sein. Diese Information deckt sich mit Meldungen der FAZ und der WELT. Laut dpa sprach Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt davon, die Lage sei unübersichtlich.

Droht neue Gefahr?

Nach Informationen des Springer Verlages, haben die Sicherheitsorgane ihre Einschätzung der Lage um etwa 17 Uhr noch einmal geändert. BKA-Leiter Münch und Generalbundesanwalt Frank erklärten, die Polizei sei „hochalarmiert“, eine Großfahndung sei angelaufen und man habe alle verfügbaren Kräfte in Bewegung versetzt. Die Sicherheitsorgane rufen alle Bürger auf, Foto- oder Videoaufnahmen vom Tatgeschehen und dem Ort des Anschlags der Polizei übergeben. Man könne dies unter anderem mittels des Online-Hinweisportals des Bundeskriminalamtes tun.

War es unvermeidlich?

Besonders bedrückend ist die Tatsache, dass man hätte gewarnt sein können. So gab es erst vor wenigen Tagen einen versuchten Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen. Dort wollte sich nach Agenturmeldungen ein zwölf Jahre altes, fanatisiertes Kind irakischer Abstammung in die Luft sprengen. Dies und das Attentat von Nizza zusammengenommen verlangen nicht viel Fantasie, um sich ein Szenario, so wie es nun eingetreten ist, auszumalen. Warum war der Berliner Weihnachtsmarkt nicht besser gesichert? Die Buden des Marktes standen direkt am breiten Kurfürstendamm. Hätte man nicht mit Nizza im Hinterkopf an Leitplanken denken können? Es ist schwer zu akzeptieren. Aber wir leben tatsächlich in einer Art von globalem Terrorkrieg - und es wird uns allen nichts anderes bleiben, als uns anzupassen und zur Wehr zu setzen. Zunächst aber gilt es den Toten zu gedenken und den Verletzten gute Genesung zu wünschen. #Terror