Die Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bedauert mal wieder etwas. Aktuell, dass das Erdogan-Regime in Ankara #Weihnachten verboten hat - an einer #Schule in Konstantinopel (Istanbul), die auch mit deutschem Steuergeld finanziert wird. Wie das Berliner Außenministerium des künftigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) butterweich mitteilen ließ, wundere man sich über dieses Vorgehen. Zu mehr Konsequenzen und Aufklärung war man offensichtlich weder willens oder fähig. Gläubige Christen aus Hamburg zeigen sich indes gegenüber CNA-NY "empört und wütend über diesen groben Akt von Christenfeindlichkeit". Politiker von CDU, CSU und Grünen verlangten nach Klärung der Umstände.

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Die SPD blieb hingegen auffallend ruhig. Der Vorgang an sich ist völlig neu im deutsch-türkischen Verhältnis und ein weiteres Zeichen einer sich beschleunigenden Islamisierung der bisher laizistischen #Türkei. "Vor allem ist es eine bodenlose Respektlosigkeit allen Deutschen gegenüber", äußerte ein CDU-Bundestagsabgeordneter vertraulich gegenüber CNA-NY. "Wir müssen den Türken zeigen, dass wir der Herr sind im eigenen Haus und diese Schule gehört zu uns. Herr Erdogan muss klargemacht werden, dass auch Deutsche sich beleidigt fühlen können. Dieses ständige Beleidigtsein der Türken geht mir auf die Nerven. Jetzt bin ich auch beleidigt und alle anderen Deutschen sollten es auch sein", so der dem konservativen Flügel zuzurechnende Unionspolitiker.

Wird Deutschland beleidigt?

Zuvor hatte die türkische Leitung der Schule in Konstantinopel mitgeteilt, dass Weihnachten mit allen seinen Aspekten im Unterricht nicht mehr vorkommen dürfe.

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Das christliche Fest sei komplett zu ignorieren. Sogar das Mitwirken des schuleigenen Chores an einer weihnachtlichen Festlichkeit beim deutschen Konsulat in Konstantinopel ist untersagt worden. Eine robuste Reaktion der deutschen Seite blieb auch in diesem Fall aus, die evangelische Kirche äußerte sich ebenfalls nur wachsweich.

Turbo-Islamisierung!

Der Generalsekretär der bayerischen CSU wagte sich aus der Deckung und äußerte gegenüber der Funke Medien Gruppe, dass Erdogan mit aller Kraft weg von Europa wolle. Das Weihnachtsfest sei ein fester Bestandteil der deutschen Kultur und zwar ohne Abstriche. Dies gelte selbstverständlich auch für deutsche Bildungseinrichtungen in islamischen Ländern. Der US-Thinktank SCPS International sieht "viele Anzeichen" und "kleine Vorgänge" in der Türkei als "untrügliches Zeichen dafür, dass Präsident Erdogan geistig auf dem Weg nach Malaysia ist und nicht in Richtung EU".

Reaktionen aus Berlin?

Die Bundestagsabgeordnete Dagdelen von der Linkspartei äußerte sich gegenüber dem "Tagesspiegel" nicht weniger deutlich.

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Die Regierung Merkel solle "unverzüglich den türkischen Botschafter einbestellen und eine Protestnote an Ankara senden", da in der "islamistischen Diktatur" von Präsident Erdogan jetzt offenbar "die reine Erwähnung von Weihnachten verboten" werde. Grünen-Chef Cem Özdemir teilte indes in der ZDF heute-Sendung mit, es sei "nicht hinnehmbar, dass mit deutschen Steuergeldern in der Türkei Kinder zum Erdoganismus erzogen werden". Laut SCPS ist der türkische Präsident "von der Überlegenheit des Islam und des Osmanentums so sehr überzeugt, dass er die westeuropäischen Regierungen und Gesellschaften als minderwertig betrachtet und sie so auch behandelt".

Erdogan? Hart vergelten!

Erdogan verstehe nur "die Sprache der Tat", so SCPS International. Man solle alle für die Türkei günstigen Verträge mit der EU umgehend und radikal kappen, die NATO-Mitgliedschaft einfrieren und türkische Spitzenpolitiker mit Einreiseverboten in die EU belegen. Den durchschnittlichen Türken solle man dagegen volle Reisefreiheit geben, um zu zeigen, dass man nichts gegen das türkische Volk habe. Außerdem empfehle es sich, jede unter Druck geratene westliche Institution in der Türkei jeweils mit der Schließung einer staatlich-türkischen Einrichtungen in der EU hart zu vergelten.