Noch sind der oder die Täter von Berlin auf der Flucht und die Polizei bittet die Bürger um Vorsicht und Mithilfe. Doch was sagen eigentlich die Politiker? Kanzlerin Merkel zeigte sich tief betroffen und Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte gegenüber Springer, dass die Deutschen sich daran gewöhnen müssten, mit der Gefahr des Terrorismus zu leben. Aber ist das wirklich so? Ist unsere Gesellschaft, ist der Westen insgesamt zu schwach, um sich gegen solche Irren mit Todessehnsucht zu wehren? Noch klammern sich viele an die Hoffnung, es sei alles „nur“ ein Amoklauf gewesen. Doch wenn selbst der Innenminister das Wort „Terrorismus“ in den Mund nimmt, dann muss man die Fakten wohl oder übel anerkennen.

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Das Schlimmste dabei: man hätte gewarnt sein können. Die Terrorgruppe IS hat nämlich nicht nur einen ablaufgleichen Anschlag in Nizza verübt, sondern laut N24 gerade noch einmal im November willigen Dschihadisten Anleitungen an die Hand gegeben, wie ein Terroranschlag „sicher und einfach“ machbar sei. Auf Nizza wurde dabei explizit als Vorbild verwiesen. Insbesondere PKW und LKW seien für Terrorattentate besonders brauchbare Mittel, heißt es da. Sie seien leicht zu organisieren und gehörten zum normalen Straßenbild. Damit könne man unbehelligt an den Anschlagsort gelangen, um dann in Sekundenschnelle zuzuschlagen. Laut Informationen von Kollegen des Springer Verlages heißt es in der IS-Anleitung wörtlich: „Es ist eine der sichersten und einfachsten Waffen, die man gegen die Kuffar (Ungläubigen) einsetzen kann“.

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Der IS empfehle darin sogar explizit möglichst große und robuste Fahrzeuge, die schnell beschleunigen können.

Die Bundeskanzlerin im Gottesdienst?

So stellt sich die Frage, was der Herr Innenminister, die Frau Bundeskanzlerin und der Herr Bundespräsident, bei allem Verständnis für Pietät und Sorge um die Angehörigen, in einem Gottesdienst machen, während die möglichen Terroristen offenbar noch bewaffnet durch Deutschland laufen? Sollten diese Menschen, die das deutsche Volk gewählt hat, um Schaden von ihm abzuwenden, nicht in irgendeinem Krisenzentrum sitzen und alles Erdenkliche dafür tun, dass der akute Spuk aufhört und sich so etwas nicht wiederholt?

Wirklich alternativlos?

Ist es wirklich so alternativlos, wie der Bundesinnenminister sagt, dass man in Deutschland nun mal mit dem Terrorismus leben muss? Oder könnte es nicht auch sein, dass die Politik sich zu wenig traut, robuster auf diese Gefährdungslagen zu reagieren? Dass in Deutschland das Militär nicht im Inland eingesetzt werden darf, hat seine Gründe in der deutschen Geschichte.

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Aber der Weltenlauf ist nicht statisch und die Dinge wandeln sich. In Frankreich gehören seit den dortigen Attentaten Militär und stark bewaffnete Polizei zum normalen Straßenbild. Es gibt keinen Grund, warum dies nicht in Deutschland der Fall sein sollte - sofern Sicherheitsexperten dies für angemessen und hilfreich halten.

Neu denken und robuste Lösungen wagen!

In Zeiten wie diesen helfen weder Betroffenheitsgesten noch Rückgriffe auf Lektionen einer weit entfernten Vergangenheit. Neue Gefahren erfordern neue Antworten. Gesicherte Grenzen, Bundeswehreinsätze im Inneren und moderne Methoden des Profiling sowie der Rasterfahndung gehören dazu ebenso wie ein nüchterner Blick auf die Welt. Ja, Millionen Menschen brauchen Schutz vor Krieg und Verfolgung. Aber manche davon können auch andere Anliegen haben, zum Beispiel Menschen im Westen zu töten. Noch ist dies für #Berlin nicht zu einhundert Prozent gesichert. Doch es liegt nahe und in Frankreich hat es sich schon bewahrheitet. Wir werden uns wohl oder über mental umstellen müssen und wehrhafter werden - der Bundesinnenminister und die Frau Bundeskanzlerin vorneweg. #Attentat