Jetzt wird es richtig spannend im Fall "Agenten in #Aleppo". Es ist völlig unklar, welche Seite im Recht ist, aber alleine die Entwicklung der Geschichte ist von einiger Brisanz. Wie der landesprachliche Dienst der IRNA meldet, seien Militärs aus NATO-Staaten in Aleppo verhaftet worden. Der UNO-Botschafter Syriens wolle eine Liste der Namen herausgeben. Schon seit Tagen kursieren vor allem im russischen und iranischen Fernsehen Nachrichten, dass nach der Befreiung der nordsyrischen Stadt Aleppo durch Russland, Iran und die Truppen der syrischen Assad-Regierung einige höherrangige Soldaten der USA und anderer NATO-Ländern enttarnt worden seien.

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Im syrischen und iranischen Fernsehen wurde dies skandalisierend thematisiert und auch die russischen Medien griffen das Thema kritisch auf. Nach Angaben des syrischen Staatsfunks soll es sich um Soldaten aus den Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien und Deutschland handeln. Die Zahl des Personenkreises wird, je nach Quelle, mit etwa zehn bis zwanzig angegeben. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen habe in der Folge eine geheime Sitzung abgehalten, verlautbart das "Netzwerk Voltaire" aus Frankreich.

Nichts sicher, aber viel möglich?

Die übergroße Mehrheit der Inhaftierten seien Staatsbürger des Königreichs Saudi-Arabien. Es befänden sich jedoch auch Staatsangehörige der USA, Israels, der Türkei des Emirats Qatar in Gewahrsam. "Voltaire" betont jedoch, dass es sich hierbei um nicht gesicherte Meldungen handelt.

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Auch der syrische Journalist Said al-Sharif berichtete über Militärs der USA, Saudi-Arabiens, Deutschlands, Frankreichs und Marokkos. Schon im Spätsommer hatte die iranische Agentur FARS Attacken auf eine Kommandozentrale in Syrien gemeldet, die Gegnern der Allianz aus Russland, Iran und syrischer Armee zuzuordnen sei.

War die Sorge um die Evakuierung nur Tarnung?

Professor Günter Meyer von der Universität Mainz gab im deutschen ZDF ebenfalls kürzlich eine Stellungnahme ab. Er meint, so der Professor, dass US-trainierte Rebellen in Teilen zu extrem radikalen Kräften übergelaufen seien. Meyer arbeitet seit Jahren zum Thema #Syrien, ist Präsident der "European Association for Middle Eastern Studies" und kann als sichere Quelle gelten. Syriens UN-Gesandter, Bashar al-Djafari wiederum sagte laut RT (russisch), ausländische militärische Kräfte im Osten Aleppos seien der wahre Grund für "hysterische Aktivitäten" im Sicherheitsrat der UNO hinsichtlich der Evakuierung von Personen aus dem Kriegsgebiet gewesen. Man habe nach dem Sieg Russlands, Irans und Assads die westlichen und arabischen Militärs ausschleusen wollen. Aus deutschen und anderen westlichen Regierungskreisen liegen derzeit keine belastbaren Stellungnahmen vor. #Bundeswehr