Deutschlands bekannteste Frauenrechtlerin #Alice Schwarzer kritisiert Kanzlerin #Angela Merkel in sehr deutlicher und differenzierter Weise. Insbesondere die Flüchtlingpolitik der Kanzlerin bereitet ihr offensichtlich merkliche Bauchschmerzen. Die deutsche Regierungschefin habe nicht verstanden, was es mit dem politischen #Islam auf sich habe und welche Tragweite dieser mit sich bringe, so Schwarzer mahnend gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Bundeskanzlerin verstehe nicht, dass der Islam nicht nur eine Religion sei, sondern auch eine politische Ideologie.

Nicht alle denken gleich...

Schwarzer achtet darauf, die Begriffe "Islam" und "Islamismus" zu trennen.

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Letzt genannter sei keine Religion, sondern eine Ideologie, die den muslimischen Glauben zu politischen Zwecken missbrauche. Dafür wird sie oft kritisiert. Doch Schwarzer argumentiert hier sogar vorsichtiger als andere, vor allem konservative Kritiker, die auf die Untrennbarkeit des Islam von seiner politischen Dimension verweisen. Alice Schwarzers Sorge beginnt dafür einige Schritte vorher. Ihrer Auffassung nach gehe die Diskussion um die Einwanderung in die Bundesrepublik "sehr schief".

Wer muss Sorge haben?

Frauen müssten eigentlich im Alarmzustand sein, so die Frauenrechtlerin, ebenso Juden und Homosexuelle. Die völlige Entrechtung dieser Menschen sei ein zentrales Anliegen des Islamismus, so Schwarzer. Flüchtlingen in Not zu helfen sei zwar eine humanitäre Selbstverständlichkeit, stellte Schwarzer fest, doch man müsse auch fest im Blick behalten, dass unter den einströmenden Personen auch "Tunichtgute" sind.

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Frauenrechte sind noch nicht universell.

Hinzu käme der Umstand, dass viele der Flüchtenden aus Kulturen stammten, in denen Frauen aufgrund der lokalen Kultur praktisch ohne Rechte seien, wo "Gewalt gegen Frauen und Kinder ein Herrenrecht ist". Daher führe kein Weg an einer Politik vorbei, die klipp und klar mache, dass wer in Deutschland bleiben wolle den Rechtsstaat mit allen seinen Spielregeln anzunehmen habe. Auf Menschen einzugehen und sie zu fördern sei eine gute Sache, so Alice Schwarzer, aber man müsse sie auch fordern. Insbesondere müsse aber die Bundeskanzlerin verstehen, dass derzeit nicht nur eine Religion ins Land importiert wird, sondern mit ihr in vielen Fällen auch eine problematische politische Weltanschauung.