Festnahmen gab es jedoch nicht.

Betroffen waren 18 Ausländer und 6 Deutsche. Insgesamt waren 180 Polizisten im Einsatz, gefunden wurden Mobiltelefone, Speichermedien, Computer, zwei Schreckpistolen, ein Schlagring, zwei Elektroschocker und geringe Mengen Betäubungsmittel, alles auf der deutschen Seite.

„Insgesamt untersuchten die Kriminalisten derzeit 135 Straftaten,

die sich seit dem 1. Mai in der Bautzener Innenstadt zugetragen haben sollen“, so der STERN. „Anlass für die Durchsuchungen waren die Ermittlungen zu den Auseinandersetzungen am 14. September und in der Nacht vom 1. zum 2. November 2016“.

Ein Reporter der ZEIT Online hat sich zufällig am Holzmarkt befunden und wurde somit Zeuge, als eine Gruppe Neonazis auf zwei Flüchtlinge rannte.

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Einer der Flüchtlinge wäre von seinem Fahrrad gerissen und mit einem Stein beworfen worden. Die Polizei war anwesend, jedoch in der Unterzahl. Beide Gejagten konnten fliehen und einen der beiden nahm die Polizei mit.

Mitte September eskalierte der Konflikt zwischen Ausländern und Rechten. Beide Parteien haben sich mit Schimpfworten und Flaschen beworfen. „Am Mittwochabend, kurz vor 21 Uhr, gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein“, so die ZEIT. So kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von 20 Ausländern und einer Gruppe von 80 Deutschen. Laut Polizeibericht wurde die erste Flasche von Ausländern geworfen. Die Polizei hat Stunden gebraucht, um beide Lager auseinander zu treiben. „Aus der Gruppe von Asylbewerbern flogen Flaschen, Holzlatten und andere Dinge, auch auf die Beamten“.

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In der Antwort verhängte Bautzen eine abendliche Ausgangssperre für die Asylbewerber und die Polizei verstärkte ihre Präsenz.

Einige Tage darauf demonstrierten zahlreiche Bürger gegen Rechtsradikale und für Weltoffenheit und Toleranz

Anfang Oktober gab es wiederum eine Nazidemo. Am 27.10.2016 fand ein Gespräch zwischen dem Bautzener Bürgermeister Alexander Ahrens und einigen Rechten statt. Dafür wurde er scharf kritisiert, mit der Begründung, er würde die Rechten verharmlosen. Das Bautzen eine „heiße Ecke“ der Rechten ist, wissen wir schon seit dem 11.03.2016. Hier wurde Joachim Gauck von den Rechten beschimpft, als er nach dem Brandfall einer frisch sanierten Flüchtlingsunterkunft mit den Bürgern von Bautzen sprechen wollte. Die Rufe „Volksverräter“ sowie „Gauck soll raus“, „Gauck verschwinde“ waren zu hören. Auch hier, so ist jetzt klar geworden, sind die Brandstifter nicht bekannt. #RazziaBautzen #GauckFlüchtlinge #Rassizmus