Nach ersten R2G-Gesprächen verfolgen die Grünen offensichtlich eine Doppelstrategie, in dem das offene Wort mit der FDP gesucht wird. Die Parteienlandschaft rechnet sich gute Chancen aus, eine erneute Große Koalition zu vermeiden.

Nunmehr erfolgt der US-Präsidenten-Wechsel im Weißen Haus als das Auftaktgeschehen im gerade begonnenen Jahr 2017. Ein wichtiges Wahljahr, manche sprechen von einem Superwahljahr, worüber man geteilter Meinung sein kann. Zumindest erfolgt nach den ersten Landtagswahlen im Frühjahr die unseres direkten Nachbarlandes Frankreich, wo Marine Le Pen ansteht, dem entflammten rechtspopulistischen Kurs zu bestätigen.

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Die kleinen Parteien das Zünglein an der Waage

Nachdem in Österreich dieser Anschluß mißlang, kündigte die #AfD hierzulande einen Wahlkampf voller Polemik an. Ein Björn Höcke hat es wohl dabei ziemlich übertrieben mit seinen jüngsten Äußerungen in Dresden, der Verfassungsschutz faßt ihn längst prüfend ins Auge. Wer möchte schon mit einer solchen Partei koalieren, auch wenn manche wie z.B. Elke Steinbach der CDU den Rücken kehrt

Die Optionen der Grünen reichen von einer R2G- bis zur Schwampel- oder Jamaika-Koalition. Man bedenke, daß in beiden Fällen jeweils eine der großen sogenannten Volksparteien mit von der Partie sind. Ein Indiz mehr, daß die Große Koalition unbedingt vermieden werden soll. Inzwischen trafen sich wohl die Grünen-Doppelspitze und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner zu Sondierungsgesprächen.

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Im Blickfeld mögen die Umfragewerte sein, die für die Liberalen weiterhin nahe der 5-Prozent-Hürde liegen.

Die dritte der kleinen Parteien im Bunde: die Linke, bisher ebenso wie eine AfD ohne Regierungsverantwortung. Nachdem Sahra Wagenknecht in den eigenen Reihen angeblich für Unmut sorgte, - verstehen muß man das nicht unbedingt -, frohlocken die Grünen, rechnen sich höhere Chancen aus, ohne die Linke eher zu koalieren. Bedenken wir, immerhin versuchten sie sich sieben Jahre lang neben der damalig noch prozentstarken SPD.

Keineswegs viel Show um nichts

Vorprogrammiertes Koalitionsgeschacher entspricht letztlich den gegebenen Umständen, wenn dabei nicht die Rolle der politischen Weltlage mitschwingt. Immerhin twittert demnächst Donald #Trump seine Botschaften, während Europa gen Osten nach Russland blickt, ungewiß, was dort geschehen mag. Parallel weiterhin enorme Spannungen und Kriege im Nahen und Mittleren Osten, die EU dem Zerfall näher denn je.

Im Herzen Europas tritt Frau Merkel zum vierten Mal als #Bundeskanzlerin an, von den einen laut Umfragen angeblich geliebt, von den anderen regelrecht gehaßt. Niemand vermag voraussagen, wie diese 19. Bundestagswahl ausgeht, welche Koalition am Ende sich durchsetzt, ob mit oder ohne Frau Merkel regiert wird. Insofern dürfen wir allesamt in gespannter Erwartung uns in Geduld üben, sehr genau den weiteren Wahlkampf beobachten.