Gerade feierte DER #SPIEGEL runden Geburtstag und sich selbst als kritisch staatstragendes Medium, als Heimat des Premiumjournalismus und der Wahrhaftigkeit. Zum gefühlt tausendsten Mal wurde die "Spiegel Affäre" aus der Frühzeit der Bundesrepublik als Heldentat des Spiegel gefeiert und dem Blattgründer gehuldigt.

Nur noch peinlich?

Der arme tote Herr Augstein senior, der sich wirklich große Dienste um den freien und seriösen Journalismus in Deutschland verdient hat, dürfte heute im Grab rotieren, sollte er mitbekommen, was seine Nachfolger derzeit veranstalten. Denn was in der BILD in Ordnung gehen würde, ist für den Spiegel unwürdig.

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Der eigene Anspruch ist der Maßstab. Als BILD den iranischen Präsidenten einst als "Irren von Teheran" bezeichnete, war das eben BILD. Anders als "Der Spiegel" würde BILD aber auch nie behaupten, die Sahnehaube des politischen Journalismus zu sein.

Hetze pur?

Dass die Blattmacher in der Hamburger Spiegel-Zentrale Präsident #Trump doof und Präsident Erdogan unsäglich finden, ist hinlänglich bekannt. Den fünfundvierzigsten US-Präsidenten jedoch als geistesgestört zu beschreiben, das überschritt schon den Rubikon. Es ist #Hetze, sonst nichts.

Und noch schlimmer!

Alleine am Tag nach der Amtseinführung titelt "Spiegel Online" überdies doppelzüngig

  • "Keine Angst, der will nur dealen"
  • "Die Bilder des Spektakels"
  • "Trumpeltanz"

als wäre es von weltpolitischer Bedeutung, ob Präsident Trump besonders elegant übers Tanzparkett schweben kann.

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Auf dem politischen Parkett weiß er, was er tut. Denn kaum im Amt, begann er zwischen den Feierlichkeiten schon zu regieren und auch die Homepage des Weißen Hauses wurde thematisch renoviert. Der Klimawandel existiert dort zum Beispiel seit gestern nicht mehr.

Und die Türkei?

Als wäre das alles noch nicht genug Boulevard-Kreischerei auf der Startseite von "Spiegel Online" machten sie dort aus der Türkei "Erdoganistan". Vielleicht sollte man sich in Hamburg mal an § 103 Strafgesetzbuch erinnern, der die Beleidigung von Organen ausländischer Staaten unter Strafe stellt. Herr Böhmermann kann die Spiegel-Autoren dazu sicher eingehend informieren.