Bündnis 90/#Die Grünen erreichen in einer repräsentativen #Umfrage der Firma INSA nur noch rund 8,5% bei der so genannten "#Sonntagsfrage". Der BILD lagen diese Zahlen vorab vor und sie zeigen eine tektonische Bewegung in der deutschen Parteienlandschaft. Mit dem geringsten seit 2013 erhobenen Wert für die Grünen wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich Sorgen zu machen. Die Grünen waren immer dann stark, wenn es zu ökologischen Krisen kam. Egal ob Rinderwahnsinn oder Klimathemen, immer wenn es nach Apokalypse riecht, sind die Grünen im Aufwind. Nach Fukushima eroberten sie sogar das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Schwach war die Öko-Partei jedoch stets, wenn nationale Fragen von erheblicher Tragweite auf der Agenda standen.

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So versagten sie vor 27 Jahren kläglich angesichts der Deutschen Einheit und die West-Grünen flogen bei der Wahl 1990 folgerichtig aus dem Bundestag. Auch jetzt haben die Basisdemokraten von einst die Themen der Stunde offensichtlich nicht erkannt. Die Deutschen scheinen sich derzeit weniger vor einem Tiefbahnhof in Stuttgart ("Stuttgart 21") oder maroden belgischen Atomkraftwerden zu fürchten als vor dem Massenzustrom aus dem arabischen Raum.

Kein Gespür für Deutschland?

Die Grünen haben dies mit unnötig kritischen Einlassungen ihrer Chefin Simone Peter bezüglich des Polizeieinsatzes zu Silvester in Köln wieder einmal unter Beweis gestellt. Die Parteivorsitzende stellte die Verhältnismäßigkeit des polizeilichen Vorgehens in Frage, statt sich bei den tapferen Beamten zu bedanken.

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Aktuell lassen die Verlautbarungen der Grünen und die Themen auf ihren Veranstaltungen darauf schließen, dass die Partei auf linke, ökologische und soziale Themen für die Wahlen in Herbst setzen wird. Eine angebliche Forderung aus dem grün regierten Stuttgart nach dem Verbot von Feuerwerken wegen Feinstaubs zeigt, wie weit entfernt die Partei von den realen Sorgen der Menschen ist. Insofern wären 8,5% sogar noch ein prima Wert.