#Luxemburg ist auf #Sebastian Kurz (30), Österreichs Außenminister (ÖVP) losgegangen. Das unbedeutende, kleine Großherzogtum ist eines der fanatischsten pro-EU Länder. Man kann das leicht erklären. Luxemburg hat die Bildung der großen Nationalstaaten verschlafen und ist ein Überbleibsel der kleinen europäischen Nationen, ein Artefakt der Geschichte. Statt sich aber wie Liechtenstein, Monaco, Andorra, San Marino oder Malta mit den Vorteilen der Kleinheit abzufinden, versuchen die Luxemburger die EU mächtig zu machen, um über sie Weltpolitik zu spielen. Nicht durch Zufall ist der Präsident der EU-Kommission, der gerne angeheiterte Luxemburger Jean-Claude Juncker, einer der ärgsten Feinde der Nationalstaaten.

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Jetzt pöbelte der Außenminister des kleinen Großherzugtums, Junckers Freund Jean Asselborn, gegen den ersten vernünftigen Vorschlag in Sachen Flüchtlingskrise. Sein Opfer war Österreichs Außenminister Kurz. Dem inzwischen nach links gekippten Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL sagte Asselborn, "Die EU darf keine Festung der Gleichgültigkeit sein, wenn verfolgte Menschen an ihre Tür klopfen."

Alle Flüchtlinge nach Luxemburg?

Wie nobel. Vielleicht sollte Herr Asselborn die Massen an Flüchtlingen einfach nach Luxemburg einladen. Wenn man das kleine Land schön eng bebaut, finden dort sicher fünf oder sechs Millionen Menschen ihren Platz. In Hongkong klappt das schließlich auch ganz fabelhaft. Den Europäern, die unter den unkontrollierten Flüchtlingsströmen leiden, ist die luxemburgische Überheblichkeit allerdings ein Schlag ins Gesicht.

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Eine Frechheit?

Statt den sehr pragmatischen Vorschlag des österreichischen Außenministers auch nur eine Sekunde ernsthaft abzuwägen, sagte der Luxemburger dem SPIEGEL, frech und ohne Respekt: "Die Idee, eine Insel außerhalb der EU zu mieten, um dort #Flüchtlinge aus Syrien, Irak oder Libyen einzupferchen, gehört für mich zum rechtsnationalen Gedankengut".

Hat Minister Kurz recht?

Außenminister Kurz mag zwar der jüngste Außenminister der Welt sein, aber er ist bereits ein Schwergewicht in der österreichischen Politik. Er hatte die Idee eingebracht, die EU-Grenzen hart zu sichern und Schutzsuchende "in geschützten Arealen außerhalb Europas" ein Asylverfahren durchlaufen zu lassen. Gegenüber der BILD sprach er von "Asylzentren" im Norden Afrikas und im Nahen Osten.

Kleinstaat im Größenwahn?

Luxemburgs Asselborn dagegen fällt nichts anderes ein, als das zu wiederholen, was er immer sagt: "Merkels Willkommenskultur war richtig." Er steht damit für eben jene EU, die das Problem darstellt und nicht die Lösung.

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Österreich dagegen stellt sich trotz der ständigen EU-Propaganda durch den Druck der nationalliberalen FPÖ den Realitäten.

Richtet es Österreich?

So will die Alpenrepublik auch die Kontrollen ihrer Grenzen nach Informationen der SZ wieder auf Dauer sichern. Innenminister Sobotka sagte den Springer Medien, "Solange die Europäische Union nicht in der Lage ist, ihre Außengrenzen zu schützen, werden wir in Österreich nationale Maßnahmen setzen". Der österreichische Verteidigungsminister (SPÖ) schlug ähnliche Töne an. Den Regierenden in Wien ist klar, dass der nächste dortige Kanzler HC Strache von der nationalliberalen FPÖ sein wird, wenn sie den EU-Fanatismus à la Luxemburg zulassen.

Deutschland ist nur halbherzig dabei!

Auch der Bundesinnenminister Deutschlands, Thomas de Maizière (CDU), hat schon Ende 2016 verkündet, er plane - laut Bild am Sonntag - eine nationale deutsche Grenzsicherung weiterzuführen, ohne einen genauen Zeitraum zu nennen. Allerdings ist damit keine Abriegelung der "grünen", also offenen Südgrenze Deutschlands gemeint. Der Bau von Grenzsicherungsanlagen steht nicht an.

Mäßigung täte Luxemburg gut!

Luxemburg hat einmal mehr bewiesen, dass es stur und ungehobelt einer Vision der EU anhängt, die keinen Respekt vor den Nationalstaaten hat und mit eben jenen umgeht, als wäre der irrelevante Kleinstaat auf Augenhöhe mit diesen. Manche Menschen nennen solch ein Verhalten Größenwahn.