Es ist wundervoll, wenn ein Politiker nach der Wahl das tut, was er vorher versprochen hat. Und man kann US-Präsident Donald #Trump alles vorwerfen, nur nicht, dass er seine Versprechen nicht einhält. In seiner ersten Amtswoche hat er präsidentielle Dekrete, so genannte Executive Orders, in Serie ausgefertigt. Dass er damit am Kongress, also den beiden Häusern des amerikanischen Parlaments vorbeiregiert, das sei ihm nachgesehen. Auch wenn diese Regierungsweise schon jetzt eine gewisse Ähnlichkeit mit jener hat, die sich der türkische Präsident Erdogan so sehnlichst für sich selbst wünscht. Man muss sogar zugeben, dass sogar Präsident Putin in Russland das Parlament, sei es auch nur der Form halber, mehr einbindet als der neue Dekretator der #USA.

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Verzweifelte Berater!

Was jedoch auch bekennende Fans irritiert, ist Trumps Unbedachtheit. Die deutschen Kollegen von WELT/N24 berichten darüber, dass Trumps Beraterstab verzweifelt versucht, ihm Handy und Internetzugang zu entziehen, damit Trump nicht wieder schnell mal etwas Unbedachtes in die Welt hinaustrompetet. Man sei jetzt dazu übergegangen, die morgendlichen Besprechungen so zeitig anzusetzen, dass Trump keine Zeit habe, sich in seinen Ärger über das Frühstücksfernsehen allzu sehr hineinzusteigern. Was wie ein Witz klingt, wird aus dem Washingtoner Kollegenkreis heraus bestätigt. Einige der engeren Mitarbeiter des Präsidenten hätten regelrecht Angst, dass Trump in einem Wutanfall irgendeine Executive Order erlassen könnte, die das ganze Land ins Chaos stürzt.

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Bürger gedemütigt?

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Trump bereits getan. Er erließ eine schräge Executive Order, die Staatsbürger von Syrien, Sudan, Somalia, Libyen, Irak, Jemen und Iran an der #Einreise in die USA hindert. Dabei geht es wohlgemerkt nicht nur um Flüchtlinge oder Fremde, sondern auch um Menschen, die in den USA leben, arbeiten und Steuern zahlen. Diese besitzen, nach strikten Überprüfungsprozeduren, eine so genannte "Green Card". Das ist so etwas wie eine lebenslange Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für die USA. Von diesen Menschen gibt es Millionen, auch mit den Staatsangehörigkeiten der zuvor genannten Länder. Präsident Trump hindert jetzt auch diese Bürger, wenn sie derzeit beruflich oder zwecks Urlaubs außer Landes sind, nach Hause in die USA zurückzukehren.

Bei Google ist roter Alarm!

Firmen wie Google, Facebook und Apple melden laut Agenturen bereits erste Mitarbeiter, die auf Dienstreise sind und nun nicht mehr in die USA zurückkehren können. Google hat zudem laut NZZ und FOX News alle Mitarbeiter mit Pässen anderer muslimischer Länder aufgefordert, sofort in die USA zurückzukehren - man befürchtet eine Ausweitung der Liste von "gebannten" Staaten.

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"Was wir hier erleben, hätte ich mir nicht einmal im Traum vorstellen können", berichtet ein Apple Manager, den wir am Samstag telefonisch erreicht haben.

Verrückte Liste?

Weitere Fragen wirft die Liste jener Staaten auf, deren Angehörige jetzt nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Denn keines jener Länder, deren Staatsangehörige Terroranschläge auf US-Boden verübt haben, sind betroffen. Pakistan, Afghanistan, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, die Emirate, Oman, Algerien oder Ägypten - um nur einige zu nennen, sie stehen auf keiner Sperrliste!

Falsche Adresse?

Dass Präsident Trump die Grenzen schützen will, ist schön - so mancher Europäer würde sich das auch erhoffen. Doch Trumps Liste wird Amerika weder sicherer machen noch Terroristen fernhalten, denn er hat schlicht die falschen Länder ausgewählt. So wie George W. Bush statt in den ohnehin geschwächten Irak besser in den dominanten Iran einmarschiert wäre, so irrt sich auch Donald Trump auf horrende Weise in der Haustür. Er zieht dazu die Wut einer ganzen Region auf sich und hat in Sachen Sicherheit nichts gewonnen. Wenn Sie es nicht glauben, dann googeln Sie mal, woher die Attentäter des 11. September 2001 und folgender Attacken kamen. Ganz sicher nicht aus Syrien, dem Irak, dem Sudan oder dem Iran.