Wer wissen möchte, warum die Europäer immer "populistischer" wählen, der Brexit zwangsläufig war und sich immer mehr Bürger nach politischen Alternativen umsehen, der braucht nur DIE ZEIT zu lesen. Dort "debattieren" angebliche "Bürger" über #Europa. So befragte die DIE ZEIT emotional - oder sollen wir sagen "postfaktisch" - Ulrike Guérot, deren "Lebensprojekt" die Europäische Einigung sei. Oder einfacher: die Frau träumt von der Vernichtung der Nationalstaaten zugunsten eines Europäischen Superstaates, gegen den die selige Sowjetunion wie eine leichte Aufwärmübung wirkt. Der Skandal ist dabei nicht, dass Frau Guérot sich ein solches Monstrum herbeisehnt.

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Jeder darf komplett spinnerte Ideen haben, auch eine Frau Guérot. Das Problem ist ein anderes: dass DIE ZEIT nicht transparent macht, wer Ulrike Guérot wirklich ist. DIE ZEIT schreibt: "Vor drei Jahren kündigte sich (Anm: Tippfehler im Original) deshalb ihren festen Job und gründete das European Democracy Lab in Berlin. Das Lab ist eine Denkwerkstatt zur Entwicklung europäischer Demokratie. Damit diese Denkwerkstatt entstehen konnte, hat Ulrike Guérot viel investiert. Sie hat quasi ihre Lebensversicherung geopfert, um die Zukunft der EU zu retten". So so, wie lieb von ihr aber auch...

Aufopferung?

Nicht, dass Wikipedia eine besonders gute Quelle wäre - das "Lexikon" scheint bevölkert von tendenziösen Geschichtsumschreibern - doch in diesem Fall hilft es weiter. So aufopferungsvoll wie DIE ZEIT uns die gute Dame darstellen will, ist sie nämlich gar nicht.

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Das Onlinelexikon schreibt unter Bezug auf die Webseite der Donau Universität: "Seit April 2016 ist Guérot als Universitätsprofessorin für Europapolitik und Demokratieforschung und Leiterin des gleichnamigen Departments an der Donau-Universität Krems tätig".

Soros im Schatten?

Doch damit nicht genug. Guérot war sechs Jahre lang, bis 2013 Chefin des Berliner European Council on Foreign Relations (ECFR), einer Denkfabrik durch deren Hallen der Geist und - so munkeln es die, die es wissen, aber öffentlich nicht sagen - auch das Geld von #George Soros weht. Das ist jener steinalte Multimilliardär, der Anfang der Neunzigerjahre das britische Pfund ins Wanken brachte und seither die Welt regieren will. Nicht per Wahl wie ein Trump, sondern durch viel Geld, Denkfabriken und Menschen vom Typ Frau Guérot.

Persona non grata!

In Putins nationalkonservativem Russland ist George Soros daher, wenig erstaunlich, eine "persona non grata". Das bedeutet, er sollte sich dort besser nicht mehr blicken lassen.

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Denn Soros und seinem Stiftungsgeflecht wird allerlei Einflussnahme vorgeworfen. So habe er seine Finger bei den inneren Unruhen in Georgien und in der Ukraine im Spiel gehabt, aber auch im Rahmen der Masseninvasion von Flüchtlingen gab es zahlreiche Vorwürfe in der Blog-Sphäre, dass Soros-Stiftungen dort irgendwie mitmischen. In Deutschland soll er derzeit angeblich in Initiativen für ein "buntes Deutschland" engagiert sein. Eiserne Beweise für jeden dieser Punkte gibt es nicht - aber...

Lückenpresse!

Wer denkt, dass dies alles nur einer rechten Postille entsprungen sei oder "Fake News", der lese einfach "Our World: Soros’s campaign of global chaos" von Caroline Glick in der Jerusalem Post (22.08.2016). So ist es in Berliner Kreisen ein plausibles Gerücht, dass auch bei Ulrike Guérots neuem EU-Projekt wahrscheinlich Soros im Hintergrund steht und nicht nur eine private Lebensversicherung der Madame. Aber es soll ja neutral aussehen, aufopfernd und so idealistisch. Guérot tönt, Europa müsse eine Republik werden und so weiter, der ganze EU-Fetischisten Quatsch rauf und runter. Nochmal: die Frau darf das. Auch eine direkte oder indirekte (Teil-)unterstützung durch Soros wäre in Ordnung. Der Skandal ist, dass DIE ZEIT Guérot lückenhaft darstellt. Die Frau ist keine einfache "Bürgerin", sie ist eine mit allen Wassern gewaschene Politpropagandistin ersten Ranges. Einfach mal Soros und Guérot googeln hilft gegen #Lügenpresse und Lückenpresse zugleich.