Gefährder statt Kiffer Teil 2 – Die Kiffer sollen alle zur Drogenberatung

In Teil 1 hat Georg Wurth, der Pressesprecher des „Deutschen Hanfverbandes“ aufgezeigt, dass durch eine #Legalisierung von #Cannabis in wenigen Jahren eine Million Verfahren entfallen könnten. Die dringend benötigten Polizeikräfte, zum Beispiel bei den sogenannten Gefährdern, die frühesten in drei Jahren aufgefüllt werden könnten, wären von einem Moment auf den anderen frei für wirklich wichtige Einsätze. Damit wäre auch eine Testphase von drei Jahren möglich.

Dazu stellt sich die Deutsche Polizeigewerkschaft so: Cannabis für drei Jahre zu legalisieren, sei aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft keine Lösung.

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"Recht und Gesetz können nicht für einen bestimmten Zeitraum außer Kraft gesetzt werden.“

Der Bundesvorsitzende Rainer Wendt erläutert die Hintergründe der Polizeigewerkschaftsmeinung und warum auch keine Probezeit von drei Jahren, bis der schlimmste Personalnotstand gedeckt ist, in Frage kommen kann, dabei ist für Wendt der Satz „Der Staat darf sich nicht zum Dealer machen.“ besonders wichtig.

Kann der sonst so geniale Gewerkschafter gegen jede Vernunft nicht vom alten Feinbild lassen?

Die Droge zu legalisieren sei der falsche Weg, sagt Wendt. Cannabis sei gesundheitsschädlich, vor allem für Jugendliche sei eine Legalisierung ein „fatales Signal“. Nötig sei Aufklärung an Schulen, Jugendclubs und Diskotheken. „Erst kürzlich hat eine Studie ergeben, dass fast 40 Prozent der 18 bis 25-Jährigen bereits Erfahrung mit Cannabis-Produkten gemacht haben.“

Doch in einem Punkt sind sich der Hanfverband und die Polizeigewerkschaft einig: Es gibt einen riesigen Aufwand um die vielen Personen, die mit kleinen Drogenmengen erwischt werden, die dann als Eigenbedarf nicht verfolgt werden.

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Dazu sagt Wendt: „Das mag für die Justiz und natürlich für die Betroffenen eine Erleichterung sein.“ Für den Polizisten bedeute das aber „jede Menge Arbeit für den Papierkorb“.

Warum gerade in diesem Bereich echte Spezialisten für Überwachung frei werden könnten

Deshalb hätte Wendt gerne, dass jeder, der mit Drogen erwischt wird, an einer Drogenberatung teilnehmen muss. „Das wäre auch eine Erleichterung für die Polizisten, die dann nicht mehr das Gefühl hätten, umsonst zu arbeiten.“

Dazu sagt Wurth: „Damit würden die Kosten der Strafverfolgung für den Staat sogar noch steigen, denn die #Polizei hätte nicht weniger Arbeit, aber die Sozialarbeiter sehr viel mehr.“

Die wirklich gute Nachricht: Für die Überwachung von Gefährdern könnten übrigens gerade die Drogenspezialisten besonders geeignet sein. Denn Wurth sagt: Obwohl keine Strafverfolgung wegen Eigenbedarf vorgesehen sei, forsche die Polizei die „Hanffreunde“ mit erheblichem Aufwand aus.

In Teil 1 ist das komplette Interview mit Wurth.

Ein Teil 3 ist durch neue Informationen in Planung.